Grenke steigert im dritten Quartal 2025 den Gewinn auf 22,4 Mio. Euro. Operative Erträge wachsen zweistellig, Kosten bleiben im Griff. Prognose bestätigt – Fokus bleibt auf Effizienz und Profitabilität.

Bildnachweis:
grenke AG | Silas Stein
Die Grenke AG hat im dritten Quartal 2025 einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet und liegt damit auf gutem Weg, ihre Jahresziele zu erreichen. Das Konzernergebnis stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 87 % auf 22,4 Mio. Euro. Haupttreiber waren gestiegene operative Erträge bei gleichzeitig moderatem Kostenwachstum.
Die operativen Erträge erhöhten sich um 15,5 % auf 169,4 Mio. Euro, während die Aufwendungen lediglich um 7 % auf 90,7 Mio. Euro zunahmen. Damit verbesserte sich die Cost-Income-Ratio im Quartal auf 53,5 % (Vorjahr: 57,8 %) und liegt im Zielkorridor unter 60 %.
Das operative Ergebnis vor Risikovorsorge und Schadensabwicklung wuchs um 27 % auf 78,7 Mio. Euro. Trotz einer unverändert angespannten konjunkturellen Lage und einer erhöhten Schadenquote von 1,9 % (Vorjahr: 1,5 %) konnte das Unternehmen den Konzerngewinn kräftig steigern.
„Unser Gewinn liegt nun wieder über dem Vorjahr – und wächst weiter“, sagte Vorstandschef Sebastian Hirsch.
„Die Trendwende, die wir eingeleitet haben, ist stabil.“
Das Leasingneugeschäft legte im dritten Quartal um 5,8 % auf 781 Mio. Euro zu. Die gesamten Leasingforderungen beliefen sich zum Quartalsende auf 7,1 Mrd. Euro – ein Plus von 600 Mio. Euro seit Jahresbeginn. Die Eigenkapitalquote blieb mit 16,0 % stabil und liegt im angestrebten Zielbereich.
Finanzvorstand Martin Paal betonte, das disziplinierte Kostenmanagement sei entscheidend für die positive Entwicklung: „Das zweistellige Ertragswachstum bei gleichzeitig begrenztem Kostenanstieg hat die erhöhten Schadensfälle weitgehend kompensiert und ein solides Fundament für das Jahresergebnis gelegt.“
Für das Gesamtjahr 2025 hält Grenke an seiner Prognose fest. Erwartet werden ein Leasingneugeschäft zwischen 3,2 und 3,4 Mrd. Euro sowie ein Konzernergebnis zwischen 71 und 81 Mio. Euro. Angesichts der bisherigen Risikovorsorge rechnet das Management damit, das untere Ende der Spanne zu erreichen.
Ab dem kommenden Jahr will Grenke seine Finanzkommunikation vereinfachen: Die Veröffentlichung der Neugeschäftszahlen soll künftig im Rahmen der regulären Quartalsberichte erfolgen. Damit soll die Berichterstattung stärker auf Profitabilität ausgerichtet werden.

Vontobel expandiert nach Düsseldorf: Co-CEO Georg Schubiger setzt auf NRW als Schlüsselmarkt für Unternehmerfamilien. Erfahren Sie alles zur Strategie der Schweizer Privatbank im deutschen Mittelstand.

ING sagt Verkauf der Russland-Tochter an Global Development JSC ab. Regulatorische Hürden blockieren den Exit, während die Bilanzsumme paradoxerweise wächst. Analyse eines festgefahrenen Rückzugs.

Führungswechsel bei Union Investment: André Haagmann übernimmt zum 01.04.2026 den Vorstandsvorsitz von Hans Joachim Reinke. Erfahren Sie alles zur Strategie des neuen CEO und der Zukunft des genossenschaftlichen Asset Managers.