Deutsche Chef-Förderbankerin an der Spitze der EAPB: NRW.BANK-Vorstandschefin Gabriela Pantring übernimmt die Führung des europäischen Verbands öffentlicher Banken.

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NRW.BANK
Die europäische Förderlandschaft geht mit einer starken deutschen Stimme und einer klaren Zukunftsvision in die kommenden Jahre. Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, wurde zur neuen Präsidentin der European Association of Public Banks (EAPB) gewählt. Nach sechs Jahren erfolgreicher Arbeit als Vizepräsidentin übernimmt die erfahrene Finanzexpertin nun die strategische Leitung des Dachverbands, um die Zusammenarbeit der öffentlichen Banken auf europäischer Ebene auf ein neues Niveau zu heben.
Die Wahl Pantrings erfolgt zu einem optimalen Zeitpunkt, an dem die über 90 Mitgliedsinstitute der EAPB als verlässliche Partner für Wachstum und Transformation wichtiger sind denn je. Zusammen repräsentieren die öffentlichen Banken rund 15 Prozent des europäischen Finanzsektors und ein beeindruckendes Bilanzvolumen von 3,4 Billionen Euro. Pantring folgt auf die Niederländerin Lidwin van Velden, die den Verband mit ruhiger Hand durch wirtschaftlich bewegte Zeiten gesteuert hatte. Van Velden verabschiedete sich mit einem inspirierenden Plädoyer für den Sektor und betonte, dass öffentliche Banken Kontinuität, Vertrauen und ein unerschütterliches Engagement für die Menschen böten. Unter der Führung von Gabriela Pantring wird dieser bewährte Auftrag nun dynamisch weiterentwickelt und fit für die Zukunft gemacht.
In ihrer vielbeachteten Antrittsrede skizzierte die neue Präsidentin eine zukunftsorientierte Agenda, die den öffentlich-rechtlichen Bankensektor als proaktiven Gestalter positioniert. Gabriela Pantring goss ihre Ziele und die damit verbundene Verantwortung in ein klares Versprechen:
"Wir erleben eine für die Zukunft Europas entscheidende Zeit, in der die öffentlichen Banken ihrem Auftrag gerecht werden müssen. Wir tragen Verantwortung dafür, gemeinsame Ziele zu erreichen: Es geht darum, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, Resilienz in Europa insgesamt zu fördern und Investitionen in Innovation, Transformation und Nachhaltigkeit zu ermöglichen. Gemeinsam mit den Mitgliedern und Partnern des EAPB in ganz Europa werden wir mehr sein als eine stabilisierende Kraft – wir werden der Motor für dauerhaften Wandel sein.“
Dieser Wandel soll sich konkret in drei wesentlichen Schwerpunkten niederschlagen, die sich ideal ergänzen. Zum einen gilt das Augenmerk der Stärkung von Sicherheit und industrieller Wettbewerbsfähigkeit, indem der Finanzierungszugang für den Mittelstand, Mid-Caps und innovative Start-ups spürbar verbessert wird. Hierbei richtet sich der Fokus insbesondere auf zukunftsweisende, strategische Technologien und Dual-Use-Anwendungen, welche die technologische Souveränität des Kontinents nachhaltig sichern können.
Zum anderen steht die Förderung der gesellschaftlichen Resilienz ganz oben auf der Prioritätenliste. Die EAPB-Mitglieder werden Kommunen noch intensiver dabei unterstützen, verlässliche Infrastrukturen, modernen und bezahlbaren Wohnraum sowie gleichwertige Lebensverhältnisse für alle Bürger zu schaffen. Als dritte tragende Säule nennt Pantring die Mobilisierung von langfristigem Kapital für Innovation, Digitalisierung und Produktivität, um die ökologische Transformation kraftvoll voranzubringen und gleichzeitig vermehrt private Co-Investitionen für die grüne Zukunft Europas zu begeistern.
Diese strategische Weichenstellung zeigt, dass die europäischen Förderbanken ihre Rolle im modernen Wirtschaftskreislauf mutig annehmen. Es geht nicht mehr nur um das bloße Abfedern von Krisen, sondern um das gezielte Setzen von Impulsen für einen nachhaltigen Aufschwung. Pantring brachte dies in ihrem Credo treffend auf den Punkt, dass man gemeinsam mit allen Partnern in ganz Europa weit mehr als eine stabilisierende Kraft sein werde – man wolle der Motor für einen dauerhaften, positiven Wandel sein.
Für die deutsche Kreditwirtschaft und den Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) ist Pantrings Aufstieg ein echter Meilenstein. Die NRW.BANK, die sie seit 2026 als Vorstandsvorsitzende führt und die sich bereits seit über zwei Jahrzehnten aktiv in die EAPB einbringt, sichert den hiesigen Landes- und Förderbanken einen direkten und konstruktiven Draht zu den europäischen Institutionen in Brüssel. Dieser enge Schulterschluss verspricht große Chancen, beispielsweise bei der Erschließung und Verbreiterung der Refinanzierungsbasis durch maßgeschneiderte EU-Programme wie InvestEU. Auch EAPB-Generalsekretär Marcel Roy blickt optimistisch nach vorn und kündigte an, eng mit der EU-Kommission zusammenzuarbeiten, um praxisorientierte Finanzlösungen im Sinne der Bürger und lokalen Volkswirtschaften auf den Weg zu bringen.
Mit ihrem beeindruckenden Werdegang bringt Gabriela Pantring die idealen Voraussetzungen für diese europäische Spitzenposition mit. Nach verschiedenen Stationen im In- und Ausland gestaltete sie ab 2002 den Aufbau der NRW.BANK in leitenden Funktionen mit, sammelte wertvolle Vorstandserfahrung bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg und kehrte schließlich als Vorständin nach Düsseldorf zurück. Durch ihre zusätzlichen Aufgaben im VÖB-Vorstand und im Beirat der Deutschen Bundesbank vereint sie exzellentes Fachwissen mit einem hochkarätigen Netzwerk.
Unter ihrer Führung gewinnt die EAPB eine visionäre Gestalterin, die eindrucksvoll zeigt, wie öffentliche Banken durch Innovation, Verlässlichkeit und strategischen Weitblick die europäische Erfolgsgeschichte fortschreiben können.

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