Die EZB senkt die Kapitalanforderung für die Deutsche Bank leicht. Ab 2026 gilt eine CET1-Quote von 11,22 Prozent. Damit gewinnt das Institut zusätzlichen Spielraum bei Ausschüttungen und Rückkäufen.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) lockert leicht die Kapitalvorgaben für die Deutsche Bank. Ab dem 1. Januar 2026 muss Deutschlands größtes Geldhaus eine harte Kernkapitalquote (CET1) von 11,22 Prozent ihrer risikogewichteten Aktiva vorhalten – 0,05 Prozentpunkte weniger als bisher. Das gab die Bank am Montag bekannt.
Zum Ende des dritten Quartals lag die CET1-Quote der Deutschen Bank mit 14,50 Prozent deutlich über dem künftig geforderten Wert. Damit verfügt das Institut weiterhin über eine solide Kapitalausstattung und Spielraum für künftige Ausschüttungen oder Aktienrückkäufe.
Auch für die Commerzbank senkte die EZB als zuständige Aufsichtsbehörde die Kapitalanforderung leicht. Sie muss im kommenden Jahr eine CET1-Quote von mindestens 10,13 Prozent einhalten, 0,1 Prozentpunkte weniger als bislang.
Mit der Anpassung reagiert die EZB auf die anhaltend robuste Kapitalisierung der Institute und die gestiegene Stabilität des europäischen Bankensektors. Für die Deutsche Bank ist die Entscheidung zugleich ein Signal wachsender regulatorischer Zuversicht – und ein kleiner, aber symbolisch wichtiger Schritt hin zu größerer finanzieller Flexibilität.

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