Jan Stechele, ehemaliger Vorstand von N26, wechselt zu Moss, einem Berliner Fintech. Als neuer Risikochef will er das Wachstum des Unternehmens vorantreiben und Moss beim Umgang mit der Finanzaufsicht unterstützen.

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Jan Stechele | Moss
Der erfahrene Manager Jan Stechele hat eine neue berufliche Herausforderung angenommen: Ab sofort wird er als Risikochef für das Berliner Fintech Moss tätig sein. In dieser Rolle möchte Stechele nicht nur das Wachstum des Unternehmens vorantreiben, sondern auch seine Erfahrung im Umgang mit der Finanzaufsicht einbringen, um das junge Unternehmen auf das nächste Level zu führen.
Moss, das 2019 gegründete Fintech, bietet Unternehmen eine digitale Plattform für das Ausgabenmanagement sowie Firmenkreditkarten. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, mittelständischen Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern Lösungen zu bieten, um ihre Finanzprozesse zu optimieren. Im Jahr 2022 erhielt Moss von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Lizenz als E-Geld-Institut, was es dem Unternehmen ermöglicht, eigene Kreditkarten herauszugeben.
„Ich möchte Moss beim geplanten Wachstum unterstützen und gleichzeitig meine Erfahrung beim Umgang mit der Finanzaufsicht einbringen“, erklärt Stechele. Das Fintech hat bereits namhafte Investoren wie Peter Thiels Valar Ventures und Tiger Global an seiner Seite und konnte seit der Gründung insgesamt 180 Millionen Euro einsammeln.
Stechele bringt eine beeindruckende Karriere im Finanzsektor mit, die ihn von der Bayerischen Landesbank über Fintechs wie Creditshelf und N26 bis hin zu Moss führte. Bei N26 war er maßgeblich daran beteiligt, das Risikomanagement und die Abwehrmaßnahmen gegen Geldwäsche zu stärken, insbesondere als das Unternehmen mit der Finanzaufsicht Bafin in Konflikt geriet. Nachdem N26 im Sommer 2024 von den Wachstumsbeschränkungen der Bafin befreit wurde, entschloss sich Stechele, eine Pause einzulegen, bevor er nun zu Moss wechselte.
„Fintech-Jahre fühlen sich ein bisschen länger an als Landesbank-Jahre“, so Stechele mit einem Augenzwinkern. Dennoch zieht es ihn momentan nicht zurück in eine traditionelle Großbank. „Ich mag die kurzen Entscheidungswege bei Fintechs und ihre Kreativität. Das ist für mich und die gesamte Finanzbranche eine sehr erfrischende Perspektive“, sagt er.
Moss ist bereits in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien aktiv und plant, sein Geschäftsmodell in weiteren europäischen Märkten auszurollen. „Wir möchten auch in Zukunft unser Angebot erweitern und möglicherweise kurzfristige Finanzierungen einführen, mit denen unsere Kunden Rechnungen begleichen können“, erklärt Ante Spittler, Mitgründer und Geschäftsführer von Moss.
Mit seiner Expertise will Stechele Moss dabei unterstützen, regulatorische Themen besser zu verstehen und Lösungen zu finden, um das Unternehmen in einem stark wachsenden und stark regulierten Markt weiter voranzutreiben. „Ich will Dinge möglich machen“, sagt Stechele und betont, dass sein Ansatz darin besteht, neue Wege zu finden und regulatorische Hürden zu überwinden, ohne dabei notwendige Anpassungen zu blockieren.
Mit Jan Stechele an Bord stellt sich Moss für die kommenden Wachstumsjahre bestens auf. Der Risikomanager will nicht nur als Experte für Regulierungsfragen dienen, sondern auch aktiv zur Expansion und Innovation des Fintechs beitragen. In einer Branche, die sowohl dynamisch als auch von regulatorischen Herausforderungen geprägt ist, könnte Stechele der entscheidende Faktor für den Erfolg von Moss werden.

BBVA und OpenAI schmieden eine historische Allianz: Die spanische Großbank integriert KI tief in ihre Prozesse und rollt ChatGPT Enterprise für alle 120.000 Mitarbeiter aus.

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