DG Nexolution steigert den Gruppenumsatz 2025 auf 206,4 Mio. Euro. Eine neue Dreisäulenstruktur soll Banken im Verbund künftig noch gezielter stärken.

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DG Nexolution
Die DG Nexolution-Gruppe hat im Rahmen ihrer Generalversammlung in Wiesbaden eine rundum positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Im Zentrum der Berichterstattung standen neben deutlich zweistelligen Wachstumsraten bei den Kernkennzahlen vor allem die fortschreitende Konsolidierung innerhalb der Unternehmensgruppe sowie wegweisende Schritte zur strategischen Weiterentwicklung. Damit untermauert der genossenschaftliche Verbunddienstleister seine Rolle als zentraler Partner der Volks- und Raiffeisenbanken in einer Phase des anhaltenden technologischen und regulatorischen Umbruchs.
Die wirtschaftlichen Eckdaten des abgelaufenen Geschäftsjahres belegen eine hohe operative Dynamik. Der Gruppenumsatz kletterte im Berichtsjahr 2025 auf 206,4 Millionen Euro, nach 185,0 Millionen Euro im Vorjahr. Parallel dazu verbesserte sich das Rohergebnis der Gruppe signifikant um 17,5 Millionen Euro auf nunmehr 122,5 Millionen Euro. Auch die Muttergesellschaft DG Nexolution eG partizipierte spürbar an diesem Aufwärtstrend: Ihr Umsatz erhöhte sich von 131,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 149,0 Millionen Euro.
Als wesentlicher Umsatztreiber erwies sich dabei das operative Geschäft mit Zahlungskarten. Das Jahr 2025 markierte das stärkste Kartenhauptausstattungsjahr innerhalb des turnusgemäßen vierjährigen Kartenzyklus, was der Genossenschaft eine Sonderkonjunktur bescherte. Ergänzt wurde diese Entwicklung durch den gezielten Ausbau der eigenen Wertschöpfungskette im Payment-Segment. Durch die vollständige Integration der Raiffeisendruckerei konnte DG Nexolution ihre Marktposition nachhaltig festigen. Die Tochtergesellschaft produzierte im abgelaufenen Jahr mehr als 13,2 Millionen Karten und steuerte einen substanziellen Umsatz von 52,6 Millionen Euro zum Gesamtergebnis bei. Flankiert wurde dieses Wachstum von einem strategischen Personalaufbau. Zum Jahresende beschäftigte die Gruppe 739 Mitarbeitende, nach 707 im Vorjahr.
Vorstandsvorsitzender Marco Rummer zieht eine positive Bilanz des Erreichten und verweist auf die strategischen Weichenstellungen:
"2025 war für uns ein Jahr intensiver Weiterentwicklung. Wir haben organisatorisch wichtige Grundlagen geschaffen und unsere strategische Entwicklung durch gezielte Investitionen und neue Partnerschaften in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Beschaffung und Nachhaltigkeit vorangetrieben. Die positive Entwicklung unserer Geschäftszahlen bestätigt uns darin, den eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen."
Um das Wachstumspotenzial der kommenden Jahre optimal auszuschöpfen, vollzieht DG Nexolution eine tiefgreifende strukturelle Transformation. Künftig wird das gesamte Leistungsangebot der Unternehmensgruppe in drei klar definierte Geschäftsfelder gegliedert: Cards & Payment Solutions, Digital Banking Solutions und Procurement. Ziel dieser Maßnahme ist es, die weitreichenden Kompetenzen der Gruppe enger miteinander zu verzahnen und den Banken vollintegrierte Lösungen entlang ihrer zentralen Wertschöpfungsstufen anzubieten.
Mit Blick auf den Markt dürfte eine solche Strukturierung sinnvoll sein, weil Primärbanken angesichts des anhaltenden Margendrucks und steigender IT-Kosten zunehmend schlanke, modulare und direkt einsatzfähige Ökosysteme aus einer Hand fordern, anstatt komplexe Einzellösungen verschiedener Verbundpartner selbst koordinieren zu müssen.
Marco Rummer begründet die neue Ausrichtung, die sich auch im modifizierten Markenauftritt und dem neuen Claim „Wir machen Banken stark“ widerspiegelt, mit klaren Effizienzvorteilen für die Institute:
"Wir sehen in allen drei Geschäftsfeldern großes Wachstumspotenzial. Mit der neuen Struktur vernetzen wir unsere Leistungen noch stärker und entwickeln DG Nexolution konsequent als Unternehmensgruppe für integrierte Bankenlösungen weiter. Unser neuer Claim ‚Wir machen Banken stark‘ bringt diesen Anspruch auf den Punkt: Wir unterstützen Banken dabei, Komplexität zu reduzieren, Potenziale zu erschließen und sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren."
Die strategische Neuausrichtung stößt auch im Kreis der Eigentümer und des Aufsichtsrates auf breite Zustimmung. Marija Kolak, Aufsichtsratsvorsitzende von DG Nexolution und Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), betont die fundamentale Bedeutung einer starken genossenschaftlichen Infrastruktur.
Aus Branchensicht wird spannend zu beobachten sein, wie erfolgreich die Gruppe die engere Vernetzung der drei neuen Kernfelder in der täglichen Praxis der Volks- und Raiffeisenbanken etablieren kann, da die Geschwindigkeit der digitalen Transformation im Retail-Banking und im Zahlungsverkehr ein fehlerfreies Zusammenspiel von Hardware und digitalen Plattformen voraussetzt.
Abgerundet wurden die Beschlüsse der Generalversammlung durch die turnusgemäßen Wahlen zum Aufsichtsrat der DG Nexolution eG. Dabei setzten die Stimmberechtigten auf eine ausgewogene Mischung aus personeller Kontinuität und neuen Impulsen aus der Bankpraxis. In ihren Mandaten bestätigt und wiedergewählt wurden Uwe Augustin (VR Bank in Holstein), Klaus Gimperlein (VR Bank Metropolregion Nürnberg), Dr. Imke Jacob (DZ Bank AG) sowie Andreas Theis (Volksbank Trier Eifel eG).
Neu in das Kontrollgremium berufen wurden Stefan Hell (Volksbank Ulm), Jörg Migende (Deutscher Raiffeisenverband) und Frank Peter Rottenecker (Volksbank Lahr). Die Wahlen erfolgten durchweg einstimmig ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen, was das hohe Vertrauen der Mitgliedsinstitute in den eingeschlagenen Kurs der Führungsspitze um Marco Rummer und Dr. Sandro Reinhardt nachhaltig untermauert.

Die PSD Bank Nürnberg eG wächst 2025 weiter: Ein Plus von 15,1 % im Baufinanzierungsgeschäft und eine höhere Dividende von 4,0 % erfreuen die Mitglieder.