Die Deutsche Pfandbriefbank senkt ihre Jahresprognose und rechnet mit einem Verlust von bis zu 265 Millionen Euro. Leichtes Neugeschäftswachstum steht einer langsamen Markterholung gegenüber.

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Deutsche Pfandbriefbank
Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) hat ihre Jahresziele nach unten korrigiert. Das Institut rechnet nun mit einem Verlust zwischen 210 und 265 Millionen Euro, nachdem sich die Erholung am Immobilienfinanzierungsmarkt langsamer entwickelt als erhofft. Bereinigt um Sondereffekte erwartet die Bank jedoch weiterhin einen Gewinn vor Steuern zwischen 50 und 105 Millionen Euro.
Trotz des schwierigen Umfelds konnte die pbb ihr Neugeschäft im laufenden Jahr leicht ausbauen. Nach neun Monaten lag das Volumen bei rund vier Milliarden Euro, ein Plus von 1,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr plant das Institut nun mit einem Neugeschäft zwischen 5,5 und 6,0 Milliarden Euro. Das Immobilienkreditportfolio soll sich bei 27,5 bis 28 Milliarden Euro einpendeln.
Der bereinigte Vorsteuergewinn sank nach den ersten drei Quartalen um acht Millionen Euro auf 79 Millionen Euro. Die Bank verweist auf weiterhin hohe Risikovorsorgen und eine gedämpfte Marktdynamik im gewerblichen Immobiliensektor.
„Wir sehen zwar leichte Verbesserungstendenzen, aber die Erholung verläuft langsamer als ursprünglich angenommen“, sagte pbb-Chef Kay Wolf. Besonders in den Segmenten Gewerbeimmobilien und Projektfinanzierungen bleibe die Nachfrage schwach.
Bereits im Sommer hatte die pbb angekündigt, sich vollständig aus dem US-Geschäft zurückzuziehen, um die Bilanzrisiken zu verringern und sich stärker auf das europäische Kerngeschäft zu konzentrieren.
Die pbb will sich nun auf den gezielten Abbau risikobehafteter Engagements und die Stabilisierung des Kerngeschäfts konzentrieren. Trotz der erwarteten Verluste sieht sich die Bank solide kapitalisiert: Die CET1-Quote lag zuletzt bei über 15 Prozent.

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