Die Deutsche Börse bekommt mit Clara-Christina Streit erstmals eine Frau an die Spitze ihres Aufsichtsrates. Die erfahrene Managerin soll den Vorstand genau im Blick behalten.

Bildnachweis:
Thomas von Salomon | Deutsche Börse Group
Clara-Christina Streit ist neue Aufsichtsratschefin der Deutschen Börse und tritt damit die Nachfolge von Martin Jetter an. Die Aktionäre wählten sie am Mittwoch zur Vorsitzenden des Kontrollgremiums. Streit, bereits seit 2019 Mitglied des Aufsichtsrates, bringt viel Erfahrung mit: Sie führt auch den Aufsichtsrat des Immobilienriesen Vonovia und leitet die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
Die Deutsche Börse ist geschäftlich bestens aufgestellt: Die zuletzt starken Marktschwankungen bescherten dem Konzern solide Gewinne. Im laufenden Jahr peilt Vorstandschef Stephan Leithner rund 5,2 Milliarden Euro Nettoerlöse und einen operativen Gewinn von 2,7 Milliarden Euro an – beides Bestmarken. Für Leithner bot die erste Präsenz-Hauptversammlung seit 2019 zudem Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen.
Mit der Wahl Streits könnte sich der Ton im Aufsichtsgremium verändern. Bekannt für klare Positionen in Sachen guter Unternehmensführung, dürfte sie dem Vorstand künftig besonders genau auf die Finger schauen. Angesichts ihres Engagements im Bereich Corporate Governance und der bedeutenden Herausforderungen für den Finanzstandort Frankfurt wird es spannend sein zu beobachten, wie Streit die künftige Strategie der Deutschen Börse prägt.

Der Bundestag beschließt die Frühstartrente für Kinder ab dem Geburtsjahrgang 2020. Ab 2027 fließen monatlich zehn Euro in Aktien – doch an Stichtagen und Modellrechnungen regt sich Kritik.

Die Immobilienkrise schlägt bei der Merkur Privatbank voll durch: Nach der gestrichenen Dividende im Frühjahr zwingen anhaltende Bauträger-Risiken das Institut zu massiven Wertberichtigungen und einem Gewinneinbruch von zwei Dritteln.

Barmenia-Gothaer geht zum Start der Rentenreform mit drei Modellen des neuen Altersvorsorgedepots ins Rennen. Das Angebot reicht von Vanguard-ETFs bis zur Beitragsgarantie, steht aber vor der behördlichen Zertifizierungshürde.