Rekordjahr für die Deka: Mit 40,9 Mrd. Euro Vertriebsleistung und einem Ergebnisplus auf 962,9 Mio. Euro setzt das Wertpapierhaus der Sparkassen neue Maßstäbe. Erfahren Sie alles über den Sparplan-Boom und das starke institutionelle Geschäft.

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Deka
Das Wertpapierhaus der Sparkassen hat im Geschäftsjahr 2025 eine Performance abgeliefert, die weit über den Erwartungen vieler Marktteilnehmer liegt. Ungeachtet der anhaltenden konjunkturellen Eintrübung und geopolitischer Unsicherheiten konnte die DekaBank ihre Gesamtvertriebsleistung um mehr als 40 Prozent auf einen historischen Höchststand von 40,9 Milliarden Euro steigern. Wie das Institut am Dienstag in Frankfurt bekannt gab, resultiert dieser Erfolg aus einem breiten Zuwachs über alle Kundensegmente hinweg. Mit einem wirtschaftlichen Ergebnis von 962,9 Millionen Euro hat die Bank nicht nur das Vorjahr übertroffen, sondern nähert sich auch mit großen Schritten der signifikanten Milliarden-Schwelle bei der Profitabilität.
Das Fundament für dieses Ausnahmejahr legte einmal mehr das Privatkundengeschäft. Hier gelang es der Deka, das bereits hohe Niveau des Vorjahres nochmals um ein Drittel auf 34,5 Milliarden Euro auszubauen. Ein genauer Blick auf die Zahlen offenbart dabei eine interessante Verschiebung im Anlegerverhalten: Während Aktienfonds mit 5,9 Milliarden Euro weiterhin hoch im Kurs stehen, verzeichneten Vermögensverwaltungslösungen einen regelrechten Nachfrageboom. Deren Absatz versechsfachte sich nahezu auf 4,5 Milliarden Euro.
Dies deutet darauf hin, dass Kunden in komplexen Marktaumfeldern zunehmend professionelle Steuerungsmodelle gegenüber Einzelfonds bevorzugen. Dass die Deka zudem bei offenen Immobilienfonds trotz der schweren Branchenkrise Nettomittelzuflüsse verbuchen konnte, hebt das Haus deutlich vom allgemeinen Markttrend ab.
Ein zentraler Pfeiler für die zukünftige Ertragskraft ist die massive Ausweitung der Sparplan-Basis. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden netto über 623.000 neue Verträge geschlossen, womit die Gesamtzahl auf 8,8 Millionen Sparpläne anstieg. In einem Land, das lange Zeit als Land der Sparbuch-Besitzer galt, ist die Tatsache, dass mittlerweile jeder zehnte Bürger mit der Deka spart, ein deutliches Signal für die voranschreitende Etablierung einer neuen Aktienkultur.
Vorstandsvorsitzender Dr. Georg Stocker verknüpft diesen operativen Erfolg direkt mit der politischen Debatte in Berlin. Wer Wohlstand wahren und fürs Alter vorsorgen wolle, komme am privaten Wertpapiersparen nicht vorbei. Es sei daher folgerichtig, dass die Regierung die private Altersvorsorge nun endlich als zusätzliche, kapitalgedeckte Säule adressiere:
„Wer Wohlstand wahren und fürs Alter vorsorgen will, kommt am privaten Wertpapiersparen nicht vorbei. Deshalb ist es gut, dass die Regierung das Thema Altersvorsorge endlich angeht und den Fokus auf die private Altersvorsorge als zusätzliche Säule richtet.“
Lange Zeit stand das institutionelle Segment im Schatten des retail-getriebenen Wachstums, doch die strategische Neuausrichtung dieses Bereichs scheint nun vollends zu greifen. Der Absatz von Fonds und Zertifikaten bei institutionellen Kunden hat sich mit 6,3 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.
Besonders beeindruckend ist die Dynamik zum Jahresende: Allein im vierten Quartal konnte die Deka in diesem Segment Nettoneugelder in Höhe von drei Milliarden Euro akquirieren. Diese Entwicklung zeigt, dass die DekaBank ihre Rolle als bevorzugter Asset Manager des deutschen Mittelstands und der institutionellen Klientel nachhaltig festigen konnte. Auch das spezialisierte Segment Private Banking & Wealth Management trug mit einem Absatzplus von zwei Dritteln auf 9,5 Milliarden Euro maßgeblich zu diesem Aufschwung bei.
Der operative Erfolg im Vertrieb spiegelt sich auch in den Kerngrößen der Bilanz wider. Die Total Assets under Management stiegen auf bemerkenswerte 471,8 Milliarden Euro. Das Eigenkapital wurde auf 5,98 Milliarden Euro ausgebaut, was die solide finanzielle Verfassung des Hauses unterstreicht.
Während die Erträge im Kapitalmarktgeschäft mit 1.044 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau lagen, was angesichts des Sondereffekts im Vorjahr (Verkauf einer Beteiligung) zu erwarten war, sorgten das Asset Management Wertpapiere mit 1.155 Millionen Euro und das deutlich gewachsene Asset Management Immobilien für eine breite Ertragsbasis. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf einen sehr soliden Wert von 60,1 Prozent, was den Erfolg des konsequenten Kostenmanagements belegt.
Trotz des Rekordergebnisses gibt sich der Vorstand für 2026 vorsichtig. Der Vorstandsvorsitzende Stocker warnt vor einem Marktumfeld, das durch geopolitische Risiken, divergierende Notenbankpolitik und die anhaltende Standortdebatte in Deutschland geprägt sei. Das wirtschaftliche Ergebnis im neuen Geschäftsjahr werde unter den Rekordwerten von 2025 erwartet.
Diese konservative Prognose ist jedoch weniger ein Zeichen der Schwäche als vielmehr Ausdruck einer realistischen Lageeinschätzung. Mit den 2025 gelegten Fundamenten – allen voran der gewaltigen Sparplan-Basis und der gestärkten institutionellen Pipeline – ist die DekaBank bestens gerüstet, um auch in turbulenteren Fahrwassern Kurs zu halten und ihre Position als Marktführer im genossenschaftlichen und sparkassengetriebenen Wertpapiergeschäft auszubauen.

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