Abschied aus Frankfurt: Commerzbank-Risikovorstand Bernd Spalt verlässt die Bank Ende 2026. Er verlängert seinen Vertrag nicht, um zu seiner Familie nach Wien zurückzukehren. Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits.

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Commerzbank AG
Bernd Spalt macht seinen Vertrag noch voll, dann ist Schluss. Der Risikovorstand der Commerzbank wird das Institut zum 31. Dezember 2026 verlassen und keine Verlängerung anstreben.
Das teilte der Manager dem Aufsichtsrat in der Sitzung am heutigen Dienstag mit. Damit verliert die Bank nach drei Jahren einen wichtigen Manager in der Führungsriege.
Spalt nennt rein persönliche Gründe für seinen Abgang. Er möchte seinen Lebensmittelpunkt nach Vertragsende wieder zu seiner Familie nach Wien verlegen. „Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen“, erklärte Spalt.
Letztlich sei aber die Verantwortung gegenüber seiner Familie ausschlaggebend gewesen, auch wenn er sich in der Bank vom ersten Moment an sehr wohlgefühlt habe. Er betonte, dass der Schritt das Ergebnis einer intensiven Abwägung war.
Aufsichtsratschef Jens Weidmann bedauert den Schritt sehr, zeigt aber Verständnis für die privaten Beweggründe. Er lobte Spalts Arbeit, die der Bank „in einer herausfordernden Zeit Stabilität und Vertrauen gesichert hat“.
Auch Konzernchefin Bettina Orlopp würdigte Spalt als „herausragenden Risikovorstand“ und geschätzten Kollegen, der die Bank mit Weitblick geprägt habe. „Ich respektiere seine Entscheidung, gleichzeitig bedauere ich sie aber sehr“, so Orlopp.
Spalt war erst zum 1. Januar 2024 zur Commerzbank gekommen und hatte die Risikofunktion als strategischen Partner im Haus etabliert. Der Aufsichtsrat hat die Suche nach einer Nachfolge bereits gestartet und will das Ergebnis zu gegebener Zeit verkünden. Bis zu seinem Ausscheiden Ende des Jahres wird Spalt seine Aufgaben weiter voll erfüllen.

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