BlackRock durchbricht erstmals die 12-Billionen-Dollar-Marke beim verwalteten Vermögen und richtet den Fokus strategisch auf alternative Investments – insbesondere Private Markets.
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BlackRock hat im zweiten Quartal 2025 ein historisches Niveau erreicht: Das weltweit größte Asset-Management-Haus verwaltet nun 12,53 Billionen US-Dollar – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert aus einem starken Kapitalzufluss, dem Rückenwind der Aktienmärkte und positiven Wechselkursentwicklungen. Allein die Aufwertung anderer Währungen gegenüber dem US-Dollar sorgte für einen zusätzlichen Vermögensschub in Höhe von 171 Milliarden US-Dollar.
Während ein großer institutioneller Abzug über 52 Milliarden US-Dollar die Nettozuflüsse bei langfristigen Anlagen dämpfte, konnten ETFs und Geldmarktfonds mit deutlichen Zuflüssen punkten. Die ETF-Sparte verzeichnete mit 85 Milliarden US-Dollar ein besonders starkes Quartal. Lediglich im Anleihegeschäft gab es Rückgänge – bedingt durch die Volatilität am US-Rentenmarkt.
Neben dem beeindruckenden AuM-Zuwachs sorgten auch die Geschäftszahlen für positive Impulse: Der bereinigte Gewinn pro Aktie kletterte um 16 Prozent auf 12,05 US-Dollar, der Umsatz legte auf 5,42 Milliarden US-Dollar zu – ein Plus von 13 Prozent. Treiber waren steigende Gebühren aus der Fondsverwaltung sowie eine zunehmende Nachfrage nach nicht-traditionellen Investmentlösungen.
Genau dort liegt nun auch der strategische Schwerpunkt von BlackRock. CEO Larry Fink kündigte an, dass das Unternehmen seine Position im Bereich der alternativen Investments deutlich ausbauen will. Mit der kürzlich abgeschlossenen Übernahme des Kreditfondsmanagers HPS Investment Partners und dem Einstieg bei Global Infrastructure Partners sowie dem Datenanbieter Preqin stärkt BlackRock sein Angebot in den Bereichen Private Equity, Private Credit, Infrastruktur und Hedgefonds. Das mittelfristige Ziel: über eine Billion US-Dollar an alternativen Assets bis 2030.
Mit derzeit über 600 Milliarden US-Dollar in alternativen Vermögenswerten nähert sich BlackRock Wettbewerbern wie Blackstone, Apollo und KKR. Neu ist dabei der Plan, diese bisher institutionell geprägten Asset-Klassen auch für Privatanleger – etwa über Renten- und Vorsorgelösungen – zugänglich zu machen. Damit verschiebt sich die Rolle von Private Markets im Portfolioansatz fundamental.
Trotz zwischenzeitlicher Unsicherheiten durch US-Zölle unter Präsident Trump und einem volatilen Frühjahrsmarkt konnte sich BlackRock dank breiter Diversifikation und globaler Aufstellung als stabiler Gewinner positionieren. Der Aufwärtstrend an den Börsen – der S&P 500 stieg im Quartal um mehr als 10 Prozent – wirkte ebenfalls unterstützend.
Fazit: BlackRock liefert nicht nur Rekordzahlen, sondern zeigt auch, wohin die Reise im Asset Management geht – hin zu privaten Märkten, alternativen Lösungen und einer neuen Asset-Klasse für die Breite. Das klassische ETF-Geschäft bleibt stark, doch das nächste Wachstumskapitel wird abseits der Börsen geschrieben.
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