Münchener Hypothekenbank meldet für 2025 ein Neugeschäft von 3,4 Mrd. Euro und eine Rekord-Kernkapitalquote von 21 Prozent. Erfahren Sie alles zur Wachstumsstrategie in der Schweiz und dem Ausblick für 2026.

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Münchener Hypothekenbank (Bildskalierung mittels KI-Modell)
Der Geschäftsbericht 2025 der MünchenerHyp liest sich wie eine Antithese zur allgemeinen Krisenstimmung in der Immobilienwirtschaft. Während die Branche über hohe Zinsen und Baukosten klagt, meldet die Bank ein Neugeschäftsvolumen von 3,4 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert ist dabei die Wachstumsdynamik jenseits der deutschen Grenzen: Das Geschäft in der Schweiz explodierte förmlich mit einem Plus von 72 Prozent auf 431 Millionen Euro. Auch im heimischen Markt für private Wohnimmobilien bewies die Bank Stehvermögen und steigerte das Volumen auf 1,9 Milliarden Euro.
Vorstandschef Dr. Holger Horn sieht den Erfolg vor allem in der konsequenten strategischen Ausrichtung begründet:
„Wir haben unsere strategischen Ziele erreicht und unsere Marktposition weiter gestärkt.“
Dieser Satz ist im aktuellen Marktumfeld mehr als eine bloße Floskel, da er auf einem operativen Fundament ruht, das auch bei leicht rückläufigem Zinsergebnis (512,2 Mio. Euro nach 532,5 Mio. Euro im Vorjahr) ein „sehr gutes“ Gesamtergebnis lieferte.
Dass der Zins- und Provisionsüberschuss mit 449,4 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert blieb, war von der Bank strategisch eingeplant. Auffälliger ist hingegen der Anstieg des Verwaltungsaufwands auf 171,3 Millionen Euro. Die MünchenerHyp begründet diesen Zuwachs mit massiven Investitionen in regulatorische Projekte sowie in die strategische Weiterentwicklung des Hauses. Es wird deutlich, dass das Management den aktuellen Zyklus nutzt, um die technische und prozessuale Infrastruktur wetterfest zu machen – ein Luxus, den sich nur Institute mit einer entsprechend soliden Kapitalbasis leisten können.
In der gewerblichen Immobilienfinanzierung agierte die Bank gewohnt selektiv, konnte aber dennoch Zusagen über 1,5 Milliarden Euro verbuchen. Dass die Risikovorsorge mit 98,8 Millionen Euro zwar unter dem Vorjahreswert lag, aber dennoch substanziell blieb, zeugt von einem realistischen Blick auf die anhaltenden Herausforderungen in bestimmten Teilmärkten der Gewerbeimmobilien.
Die wohl beeindruckendste Kennzahl des Jahresberichts findet sich jedoch bei der Eigenkapitalausstattung. Die harte Kernkapitalquote (CET1) sprang zum Jahresende 2025 auf 21,0 Prozent – ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu den 16,7 Prozent des Vorjahres. Auch die Gesamtkapitalquote von 28,0 Prozent unterstreicht die enorme Resilienz des Instituts.
Diese bilanzielle Stärke verschafft der MünchenerHyp hervorragende Bedingungen am Refinanzierungsmarkt. Die erfolgreiche Platzierung eines Hypothekenpfandbriefs im Benchmarkformat sowie einer grünen Senior-Non-Preferred-Anleihe zeigt das hohe Vertrauen der Kapitalgeber. Das Institut wird damit seiner Rolle als Qualitäts-Emittent gerecht und nutzt den „Green Bond“-Hype geschickt zur Diversifizierung seiner Investorenbasis.
Der Ausblick auf das laufende Jahr 2026 ist geprägt von einer Mischung aus Angriffslust und vorsichtiger Lageeinschätzung. Die MünchenerHyp peilt ein weiteres Wachstum im Neugeschäft um zwölf Prozent auf nunmehr 3,8 Milliarden Euro an. Dies ist ein ambitioniertes Vorhaben, wenn man die geopolitischen Spannungen und deren dämpfende Effekte auf die globale Konjunktur berücksichtigt.
Die Bank rechnet insgesamt mit einem stabilen Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres. Für Anleger und Partner im genossenschaftlichen Sektor ist dies eine beruhigende Nachricht: Die MünchenerHyp scheint ihre Hausaufgaben gemacht zu haben und verfügt über genügend „trockenes Pulver“ in Form von Kernkapital, um auch bei anhaltender Marktvolatilität nicht nur zu bestehen, sondern antizyklisch zu wachsen.

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