
UBS schließt den französischen Altfall ab und zahlt 835 Mio. € (730 Mio. € Geldbuße, 105 Mio. € Schadenersatz). Nach Rekordurteil (2019) und höchstrichterlicher Bestätigung der Schuldsprüche (2023) sorgt der Vergleich für Planungssicherheit; die Summe ist vollständig zurückgestellt.

KBC lotet laut Medienberichten eine Übernahme von ABN Amro aus. Die Aktie der Niederländer sprang, während KBC nachgab. Der niederländische Staat hat seinen Anteil auf rund 20 % reduziert – und erhöht damit die strategische Bewegungsfreiheit vor ABN Amros Kapitalmarkttag im November.

BBVA erhöht ihr feindliches Angebot für Sabadell um zehn Prozent auf rund 17 Mrd. Euro und setzt auf ein rein aktienbasiertes, potenziell steuerbegünstigtes Gebot. Der Annahmezeitraum läuft bis 7. Oktober – politische Auflagen in Spanien könnten die Integration jedoch für Jahre bremsen.

Barclays will seinen IB-Marktanteil in Deutschland bis 2027 von 3,7 auf mindestens 5 % steigern. Deutschlandchefin Ingrid Hengster mahnt schnelle Reformen an – von ZuFinG über Wachstumschancengesetz bis zum EU-Listing-Act –, „denn es gibt keine Alternative zum Optimismus“.

Cevian-Mitgründer Lars Förberg warnt: Unter den geplanten Schweizer Kapitalregeln sei eine große internationale Bank aus der Schweiz heraus „nicht machbar“. Bern treibt die Reform voran, der potenzielle Zusatzkapitalbedarf der UBS könnte bis zu 26 Mrd. US-$ betragen – UBS betont dennoch den Willen, in der Schweiz zu bleiben.

Comdirect will spätestens 2026 ein Krypto-Angebot für Privatkunden starten – flankiert von günstigen Einstiegsdepots, Teilaktien und Loyalitätsvorteilen. Der späte Einstieg trifft auf intensiven Wettbewerb durch Trade Republic, Scalable und Openbank; regulatorisch stützt MiCA den Rollout, strategisch könnte Comdirects Wachstum im laufenden M&A-Umfeld an Bedeutung gewinnen.

Die Triodos Bank stellt ihr Deutschland-Geschäft ein und erwartet 2025 Einmalkosten von 12 Mio. €. Begründet wird der Schritt mit einer fokussierten Strategie auf Märkte mit größerem Wirkungspotenzial; die Abwicklung soll bis 2027 abgeschlossen sein.

Die BaFin ordnet der Varengold Bank AG nach gravierenden AML-Mängeln umfassende Nachbesserungen an und verhängt eine Geldbuße von 3,3 Mio. € sowie ein Zwangsgeld von 500.000 €. Die Bescheide sind bestands- bzw. rechtskräftig; ein Maßnahmenplan ist in Umsetzung.

Die Deutsche Bank erhält grünes Licht für einen zusätzlichen Aktienrückkauf über 250 Mio. € (Start 17. 9., Ende bis 19. 11.). Damit steigt das Rückkaufvolumen 2025 auf 1 Mrd. €; inklusive Dividende von 0,68 € je Aktie schüttet die Bank über 2,3 Mrd. € aus.