Andreas Holz scheidet zum 1. Mai 2026 aus dem Vorstand der Reisebank AG aus. CEO Torsten Krieger übernimmt die Ressorts Finanzen und Revision. Alle Details zum Abschluss des Generationswechsels.

Bildnachweis:
Reisebank
Die Reisebank AG schließt zum 1. Mai 2026 ein zentrales Kapitel ihrer jüngeren Unternehmensgeschichte ab. Mit dem Ausscheiden von Andreas Holz findet ein über mehrere Jahre geplanter Generationswechsel im Vorstand seinen finalen Abschluss. Holz, der das Institut seit 2016 im Vorstand und zeitweise als dessen Vorsitzender maßgeblich prägte, übergibt seine verbliebenen Ressorts Finanzen und Innenrevision direkt an den amtierenden Vorstandsvorsitzenden Torsten Krieger. Damit konzentriert Krieger künftig die strategische und finanzielle Steuerung des Spezialinstituts in Personalunion.
Andreas Holz (Jahrgang 1965) hinterlässt ein Haus, das sich in seiner Amtszeit grundlegend gewandelt hat. Ursprünglich stark auf das klassische Sorten- und Bargeldgeschäft fokussiert, forcierte Holz den Ausbau des Edelmetallgeschäfts, das heute eine tragende Säule des Ertragsmodells bildet. Besonders seine Rolle als Krisenmanager während der COVID-19-Pandemie und das Erreichen des historisch erfolgreichsten Geschäftsjahres 2022 unterstreichen seine operative Bilanz. Zudem trieb er die physische und strategische Integration in den genossenschaftlichen Verbund voran, was symbolisch durch den Umzug der Bank auf den DZ BANK Campus in Frankfurt untermauert wurde.
Mit dem Ausscheiden von Holz verschlankt sich die operative Führung der Reisebank auf ein dreiköpfiges Team. Die künftige Struktur spiegelt den Fokus auf Effizienz und eine enge Verzahnung von Markt und Marktfolge wider. Torsten Krieger verantwortet als Vorstandsvorsitzender neben der Geschäftssteuerung, dem Personal und dem Marketing nun auch die zentralen Bereiche Finanzen und Innenrevision.
Flankiert wird er von Dr. Tilmann Gerhards, der weiterhin die Ressorts Vertrieb (sowohl Verbund als auch Retail), E-Commerce und den Handel leitet. Das dritte Mitglied im Bunde, Matthias Kreft, bleibt für die Bereiche Produktion und Compliance verantwortlich. Diese Konzentration der Finanzhoheit beim CEO verkürzt die Entscheidungswege in einer Phase, in der die Bank vor erheblichen technologischen Investitionen steht.
Der Abgang von Andreas Holz markiert nicht nur einen personellen, sondern auch einen technologischen Wendepunkt für das Institut. Dr. Tilmann Gerhards hob in seinen Dankesworten insbesondere den Start der IT-Modernisierung hervor – ein Mammutprojekt, das Holz noch entscheidend mit auf den Weg gebracht hat. Diese Erneuerung der technologischen Infrastruktur wird für das verbleibende Vorstandstrio zur zentralen Kernaufgabe, um die Reisebank im Wettbewerb der digitalen Edelmetall- und Währungsanbieter zukunftsfähig zu halten.
Torsten Krieger übernimmt ein geordnetes Haus und betonte, dass die vertrauensvolle Übergabe im vergangenen Jahr eine starke Basis für die nächsten Schritte gelegt habe. Andreas Holz verabschiedet sich indes mit dem Pathos des erfolgreichen Weichenstellers und blickt mit Dankbarkeit auf ein Jahrzehnt zurück, in dem er die Bank vom klassischen Wechselschalter zum modernen Edelmetall-Anbieter transformiert hat. Mit seinem Ausscheiden weicht die Ära der DZ-Bank-Veteranen endgültig einer neuen Generation von Transformationsmanagern.
„Sein Engagement, seine Verlässlichkeit und sein strategischer Weitblick haben die Reisebank nachhaltig geprägt“, so Dr. Tilmann Gerhards zum Abschied seines langjährigen Kollegen.

Vincenzo Vedda übernimmt ab Mai 2026 die alleinige Führung der DWS Investment Division. Erfahren Sie alles über die „Fünf-Sterne-Mentalität“, das Ende der Übergangsphase und die Stimmen von Stefan Hoops und Oliver Behrens zur neuen Strategie.

Analyse des Konflikts zwischen Finanzministerin Karin Keller-Sutter und der UBS über die neuen Kapitalvorschriften. Fokus auf die Intensität der Lobbyarbeit, die Rolle der Bank im Jahr 2026 und die Bedeutung der Parteispenden im politischen Prozess.