Die US-Geldwäschereiaufsicht FinCEN verhängt eine Rekordbusse von 125 Millionen Dollar gegen UBS Financial Services. Grund sind anhaltende Mängel beim Geldwäsche-Schutz.

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Die US-Finanzaufsichtsbehörden greifen bei der Schweizer Grossbank UBS durch. Wegen gravierender Mängel bei der Verhinderung von Geldwäscherei muss die US-Tochter UBS Financial Services Inc. eine Strafe von insgesamt 125 Millionen US-Dollar zahlen. Wie die US-Geldwäschereiaufsicht FinCEN mitteilte, handelt es sich um die höchste Strafe, die je gegen einen Broker-Dealer wegen Verstössen gegen den Bank Secrecy Act verhängt wurde. An der koordinierten Untersuchung waren neben der FinCEN auch die Börsenaufsicht SEC, die US-Broker-Aufsicht FINRA sowie die Terminmarktaufsicht CFTC beteiligt.
Die US-Behörden stufen das Institut explizit als sogenannte "Wiederholungstäterin" ein. Bereits im Jahr 2018 war die UBS-Einheit von den Regulierern wegen ähnlicher Versäumnisse bei der Geldwäscheprävention mit 14,5 Millionen Dollar gebüsst worden. Die Bank hatte damals zugesichert, die Lücken im Überwachungssystem umgehend zu schliessen.
Nach Erkenntnissen der Aufsicht setzte die Bank diese Zusagen über Jahre hinweg jedoch nicht ausreichend um. Die anhaltenden Missstände kamen erst ans Licht, als die FinCEN im Nachgang zu einer Regulierungsprüfung eine eigene, tiefergehende Untersuchung einleitete.
Im Zentrum des behördlichen Einschreitens stehen massive Lücken bei der Überwachung von Devisentransaktionen zwischen den Jahren 2019 und 2023. Ein veraltetes automatisches Überwachungssystem der Bank erfasste rund 52.000 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 7,6 Milliarden US-Dollar nicht ordnungsgemäss.
Ein im Jahr 2021 neu eingeführtes Kontrollsystem brachte nur teilweise Abhilfe: Aufgrund von Datenpannen und technischen Fehlern blieben weitere 8.000 Transaktionen im Wert von 2,7 Milliarden US-Dollar unzureichend überwacht. Gesetzlich vorgeschriebene Verdachtsmeldungen wurden von der Bank in zahlreichen Fällen erst mit jahrelanger Verzögerung eingereicht.
Über die technischen Systemmängel hinaus rügen die US-Aufseher erhebliche Defizite bei den Kundensorgfaltspflichten. Die UBS habe das Risikoprofil von Kunden mit Verbindungen nach Russland und Lateinamerika nicht angemessen überprüft und Warnsignale ignoriert.
In mindestens einem Fall führte die Bank Kundenbeziehungen zu einem russischen Oligarchen mit engen Verbindungen zur Staatsführung in Moskau, ohne diese Risikofaktoren in der Bewertung zu berücksichtigen. Trotz öffentlich zugänglicher Berichte über mögliche Verwicklungen in Korruption und Geldwäsche unterblieben entsprechende Prüfungen.
Im Rahmen der Einigung muss die UBS ihr Geldwäschereiprogramm von einer unabhängigen Stelle überprüfen lassen. Der Fokus liegt dabei auf Risiko-Hotspots wie der US-Südgrenze sowie Verbindungen zu den Ländern Iran, Russland und Venezuela. Schliesst die Bank die verordneten Nachbesserungs- und Überprüfungsmaßnahmen erfolgreich ab, erlässt die FinCEN dem Institut bis zu 15 Millionen US-Dollar der verhängten Summe zur Anrechnung auf die Sanierungskosten.
Die UBS akzeptierte den Vergleich, ohne die Vorwürfe formell einzuräumen oder abzustreiten. In einer Stellungnahme erklärte die Grossbank, dass die Angelegenheit damit ihren Abschluss finde. Man habe vollumfänglich mit den Behörden kooperiert und erhebliche Investitionen getätigt, um die internen Kontrollen nachhaltig an führende Branchenstandards anzupassen.

Ingo Foitzik übernimmt zum 1. Oktober 2026 den Posten des Chief Sales Officer (CSO) bei der Interhyp AG. Der langjährige CHECK24-Manager folgt auf CEO Jörg Utecht.