Die Finanzaufsicht BaFin stuft den Antrag von Unicredit auf eine Mehrheitsbeteiligung an der Commerzbank als vollständig ein. Die finale Entscheidung liegt nun bei der EZB.

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Commerzbank AG
Die geplante schrittweise Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank Unicredit nimmt eine entscheidende behördliche Hürde. Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten, hat die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin den Antrag der Italiener auf eine Mehrheitsbeteiligung Ende Juli als vollständig eingestuft. Damit tritt das behördliche Prüfverfahren zur Aufstockung des Anteils offiziell in die nächste Phase ein. Darüber berichteten zuerst die Börsen-Zeitung sowie das Handelsblatt.
Im sogenannten Inhaberkontrollverfahren übernimmt die BaFin die initiale Prüfung auf nationaler Ebene. Nach der Bestätigung der Vollständigkeit erarbeitet die deutsche Aufsichtsbehörde nun eine vorläufige Einschätzung inklusive eines konkreten Entscheidungsvorschlags für die Europäische Zentralbank. Die finale Entscheidung über die Genehmigung des Anteilsausbaus liegt letztlich bei den EZB-Aufsehern in Frankfurt.
Da sowohl die Unicredit als auch die Commerzbank als bedeutende europäische Institute bereits seit Jahren der direkten Aufsicht durch die EZB unterstehen, gehen Beteiligte und Marktbeobachter von Anfang an davon aus, dass die Aufsichtsbehörde den Italienern die Genehmigung zur Aufstockung erteilen wird. Mit der nun erfolgten Vollständigkeitserklärung der BaFin rückt der Einstieg der Unicredit bei der Commerzbank einen wesentlichen Schritt näher.

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