Trade Republic hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2024/25 auf 754 Millionen Euro gesteigert und den Gewinn nahezu versiebenfacht. Das Berliner Fintech erreicht damit erstmals eine kumulierte Gesamtprofitabilität.

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Trade Republic
Deutschlands wertvollstes Fintech Trade Republic hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen massiven Wachstums- und Profitabilitätssprung hingelegt. Wie aus dem Geschäftsbericht für das im September 2025 beendete Finanzjahr hervorgeht, der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, kletterte der Umsatz des Berliner Neobrokers auf 754 Millionen Euro. Gleichzeitig konnte das Unternehmen seinen Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr beinahe versiebenfachen. Der Bericht wird üblicherweise mit einjähriger Verzögerung im Bundesanzeiger publiziert und gewährt detaillierte Einblicke in die operative Entwicklung des Instituts.
Mit dem kräftigen Zuwachs hat sich die Ertragskraft der Gesellschaft fundamental verbessert. Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Berichtszeitraum von rund 34,8 auf etwa 232,6 Millionen Euro. Für das im Jahr 2019 gestartete Fintech markiert dieses Rekordergebnis eine historische Wende. Über alle Jahre seit der Gründung hinweg betrachtet hat das Haus erstmals mehr Geld verdient als verloren: Unter dem Strich weist Trade Republic nun einen kumulierten bilanziellen Gesamtgewinn von rund 86,2 Millionen Euro aus. In der Wachstumsphase europäischer Start-ups gilt das Erreichen einer solchen nachhaltigen Gesamtrendite als zentraler Reifegradindikator.
Begünstigt wurde der Jahresüberschuss zusätzlich von sonstigen Erträgen in Höhe von rund 20,4 Millionen Euro, die primär auf positive Währungseffekte sowie die Auflösung bestehender Rückstellungen zurückgehen. Auffällig ist hierbei insbesondere der deutliche Rückgang der Risikovorsorge für rechtliche Streitigkeiten: Für anhängige Rechtsrisiken stellte der Neobroker im abgelaufenen Turnus lediglich noch 4,4 Millionen Euro zurück, nachdem im Vorjahr dafür noch 18,1 Millionen Euro reserviert worden waren.
Der eigentliche Hebel für den Renditesprung liegt jedoch im operativen Kerngeschäft des Brokers. Der Anstieg speist sich maßgeblich aus den Provisionserträgen, die Trade Republic vornehmlich aus der Abwicklung von Kundenaufträgen im Wertpapiergeschäft generiert.
Diese Provisionserlöse haben sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mehr als verdoppelt und erreichten ein Niveau von rund 733 Millionen Euro. Sie machen damit den weitaus größten Teil des Gesamtumsatzes aus und belegen, dass die anhaltend hohe Handelsaktivität der europäischen Privatanleger in Kombination mit dem rasanten Ausbau der Kundenbasis zu einem hochprofitablen Skalierungseffekt geführt hat.

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