Die TARGOBANK Gruppe erzielt 2025 einen Rekordgewinn von 715 Mio. Euro. Erfahren Sie alles über die OLB-Übernahme, den Erfolg im Firmenkundengeschäft und die Transformation zur Universalbank.

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Targobank
Die TARGOBANK Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit dem erfolgreichsten Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte abgeschlossen und damit einen entscheidenden Wendepunkt in ihrer strategischen Ausrichtung markiert. Mit einem Vorsteuergewinn von 715 Millionen Euro erreichte das Institut ein neues Allzeithoch, was einer signifikanten Steigerung von 17,7 Prozent gegenüber dem bereits starken Vorjahr entspricht. Dieser Rekordwert ist nicht nur das Resultat eines florierenden operativen Geschäfts, sondern spiegelt vor allem den tiefgreifenden Umbau der Gruppe wider. Durch die Vorbereitung der Übernahme der Oldenburgischen Landesbank (OLB) und den Start des gruppeneigenen Versicherungsgeschäfts hat sich die TARGOBANK endgültig von einem spezialisierten Retail-Institut zu einer breit diversifizierten Universalbank entwickelt, die nun nach Bilanzsumme zu den Top Ten der privaten Banken in Deutschland zählt.
Dieser Transformationsprozess wird maßgeblich von der französischen Muttergesellschaft Crédit Mutuel Alliance Fédérale unterstützt, die das deutsche Geschäft als zentralen Wachstumspfeiler betrachtet. Isabelle Chevelard, CEO der TARGOBANK, sieht das Institut durch die jüngsten Weichenstellungen für die kommenden Herausforderungen bestens aufgestellt.
„Die TARGOBANK ist sehr profitabel – wir errichten ein großes und stabiles Haus, das den Anforderungen der Zukunft gerüstet ist“, betont Isabelle Chevelard.
„Unsere französische Muttergesellschaft Crédit Mutuel Alliance Fédérale unterstützt diese Transformation substanziell. Die Investitionen in die Universalbank, als die wir uns inzwischen betrachten dürfen, zeigen bereits heute, dass dieses Modell tragfähig ist.“
Das Rekordergebnis stützt sich auf eine beeindruckende Dynamik in allen wesentlichen Geschäftsbereichen. Im Privatkundengeschäft konnte die Bank trotz eines wirtschaftlich komplexen Umfelds das Volumen der herausgelegten Konsumentenkredite auf den Rekordwert von 20,3 Milliarden Euro steigern. Parallel dazu erreichten die Einlagen der Privatkunden mit 32,9 Milliarden Euro einen neuen Höchststand, wobei insbesondere das Festgeldgeschäft zweistellige Wachstumsraten verzeichnete. Ein besonderer Fokus lag im Berichtsjahr auf dem Wertpapiergeschäft: Das Depotvolumen wuchs um 12 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro, wobei ETFs mit einem Plus von 23 Prozent und eine stark steigende Anzahl von Investment-Sparplänen die wachsende Bedeutung der TARGOBANK als Partner für die private Vermögensbildung unterstreichen.
Gleichzeitig hat sich das Firmenkundengeschäft zu einem unverzichtbaren Wachstumstreiber entwickelt, der mittlerweile über 30 Prozent des gesamten Kreditvolumens der Gruppe beisteuert. Die Leasing-Sparte überschritt mit einem Anlagevermögen von über 2 Milliarden Euro erstmals eine historische Marke, während die Factoring-Sparte ein Ankaufvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro realisierte. Durch die enge Verzahnung mit der europäischen Ausrichtung der Muttergesellschaft und der Schwesterbank CIC CIB konnte das Corporate Banking zudem verstärkt bei strukturierten Finanzierungen und internationalen Großkunden punkten. Diese Diversifizierung sorgt für eine stabilere Ertragsbasis und verringert die Abhängigkeit von einzelnen Marktsegmenten.
Ein entscheidender Baustein für den Erfolg im Jahr 2025 war die Integration des Versicherungsgeschäfts nach dem Vorbild des in Frankreich seit Jahrzehnten erfolgreichen Bancassurance-Modells. Mit der Zulassung durch die BaFin kann die TARGOBANK nun Versicherungsprodukte der ACM Deutschland über ihr eigenes Filialnetz anbieten. Diese Erweiterung des Portfolios ermöglicht es der Bank, ihren Kunden ganzheitliche Finanzlösungen aus einer Hand anzubieten und zusätzliche Provisionserträge zu generieren. Die im Berichtsjahr akribisch vorbereitete Übernahme der OLB, die zum Jahresbeginn 2026 formal abgeschlossen wurde, verleiht der Gruppe zudem eine völlig neue Marktpräsenz und zusätzliche Fähigkeiten im Bereich der regionalen Verankerung und spezialisierten Beratung.
Bemerkenswert ist, dass die TARGOBANK dieses massive Wachstum bei gleichzeitig hoher Kosteneffizienz realisiert hat. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) liegt mit 47,4 Prozent auf einem für die Branche untypisch niedrigen Niveau. Dies ist das Ergebnis frühzeitiger Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung. So wurde im Jahr 2025 eine bankeigene AI Factory ins Leben gerufen, um die Potenziale Künstlicher Intelligenz gezielt für interne Prozesse und den Kundenservice zu nutzen. Ergänzt wurde diese technologische Offensive durch den Ausbau der personellen Kapazitäten auf nun 7.700 Mitarbeitende und die Eröffnung eines neuen Dienstleistungszentrums in Münster.
Ihrer gesellschaftlichen Verantwortung begegnet die Gruppe durch eine weiterentwickelte Corporate-Social-Responsibility-Strategie, die künftig auch die Emissionen aus finanzierten Kundenprojekten in die Klimabilanz einbezieht. Mit der Vergabe von Deutschlandstipendien und der Förderung von Forschungsprojekten zum Thema „Planetary Health“ setzt die TARGOBANK Stiftung zudem Akzente über das Kerngeschäft hinaus. Dass die Bank zum 19. Mal in Folge als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet wurde, rundet das Bild eines Instituts ab, das den Spagat zwischen rasantem Wachstum, technologischem Fortschritt und wertorientierter Unternehmenskultur erfolgreich meistert.

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