Strategische Heimkehr: Die DZ Privatbank verlegt ihren Hauptsitz von Luxemburg nach Frankfurt und wandelt sich in eine deutsche AG um. Das Institut rückt damit näher an die Muttergesellschaft, während für Kunden alles beim Alten bleibt.

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Die DZ Privatbank, das Spezialinstitut für Private Banking im genossenschaftlichen Sektor, hat ihre Zelte im Großherzogtum Luxemburg als Hauptsitz abgebrochen und operiert nun offiziell aus der Mainmetropole. Wie ein Sprecher des Instituts am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg News bestätigte, wurde der Umzug des juristischen Sitzes nach Frankfurt Anfang Januar vollzogen. Mit diesem Schritt beendet die Bank ihre Ära als luxemburgische Gesellschaft und rückt auch geografisch und rechtlich so nah wie möglich an ihre Muttergesellschaft, die DZ Bank, heran.
Die Sitzverlegung geht mit einer formellen Umwandlung einher, durch die aus der luxemburgischen Aktiengesellschaft (S.A.) nun eine deutsche Aktiengesellschaft (AG) wird. Hintergrund der Maßnahme ist der Wunsch der Eigentümer nach einer noch engeren Verzahnung mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Die operative Bedeutung des Standorts Luxemburg soll darunter jedoch nicht leiden. Er wird als Niederlassung fortgeführt und bleibt weiterhin ein wichtiges Standbein im internationalen Geschäft der Gruppe.
Für die vermögenden Kunden und die Geschäftspartner der Bank soll der juristische Umzug vollkommen geräuschlos verlaufen. Das Institut betont ausdrücklich, dass sich im operativen Alltag keine wesentlichen Änderungen ergeben. Dies bedeutet, dass sowohl die vertrauten Ansprechpartner und das Leistungsangebot als auch die bestehenden Konto- und Depotnummern unverändert ihre Gültigkeit behalten.
Die Bank vollzieht den Wechsel aus einer Position der Stärke heraus. Laut dem letzten Halbjahresbericht der DZ Bank verwaltete die Tochter zuletzt Assets under Management in Höhe von rund 27,6 Milliarden Euro. Auch die Ertragslage präsentierte sich stabil, da das Haus im ersten Halbjahr einen Vorsteuergewinn von rund 53 Millionen Euro erwirtschaftete, was exakt dem Niveau des Vorjahres entspricht. Mit dem nun vollzogenen Umzug stärkt der Finanzplatz Frankfurt seine Position als Zentrum des genossenschaftlichen Bankwesens in Deutschland weiter.

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