Interne Lösung: Dr. Arne Weick wird neuer Chef der Frankfurter Sparkasse

Führungswechsel bei der Frankfurter Sparkasse: Dr. Arne Weick übernimmt zum 1. April 2026 den Vorstandsvorsitz. Er folgt auf Dr. Ingo Wiedemeier, der als Finanzvorstand zur Muttergesellschaft Helaba wechselt.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

22.2.26

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19:50

Uhr

Interne Lösung: Dr. Arne Weick wird neuer Chef der Frankfurter Sparkasse

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Frankfurter Sparkasse

An der Spitze der Frankfurter Sparkasse steht ein geordneter Führungswechsel an. Der Verwaltungsrat hat Dr. Arne Weick mit Wirkung zum 1. April 2026 zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen.

Der 59-jährige Bankmanager tritt damit die Nachfolge von Dr. Ingo Wiedemeier an. Wiedemeier verlässt die Führungsposition zeitgleich, um als neuer Finanzvorstand (CFO) in die Führungsetage der Konzernmutter Helaba einzuziehen.

Langjährige Erfahrung und tiefes Netzwerk

Mit der Beförderung Weicks entscheiden sich Verwaltungsrat und Träger für eine interne Lösung. Das klare Ziel ist die konsequente Weiterentwicklung der strategischen Marktpositionierung der Sparkasse. Weick kennt das Haus bestens: Er wechselte bereits im Jahr 2006 von der Helaba zur Frankfurter Sparkasse und gehört dem Vorstand seit August 2012 an. Nach zehn Jahren als Risikovorstand (CRO) verantwortete der promovierte Betriebswirt ab 2022 das Firmenkundengeschäft sowie das Ressort Treasury.

Thomas Groß, der Vorsitzende des Verwaltungsrats, stützt die Personalie mit deutlichen Worten:

„Mit Dr. Arne Weick verfügt die Frankfurter Sparkasse über eine ausgesprochen erfahrene Führungspersönlichkeit“.

Weick präge die erfolgreiche Entwicklung des Hauses seit vielen Jahren an verantwortlicher Stelle. Groß betont die strategischen Vorteile dieser Wahl:

„Durch seine langjährige Tätigkeit ist er bestens vernetzt in der Stadtgesellschaft und der regionalen Wirtschaft. Arne Weick pflegt enge Verbindungen zu Kundinnen und Kunden, den Mitarbeitenden der Frankfurter Sparkasse und der Konzernmutter“.

Vorstand schrumpft vorerst auf drei Köpfe

Mit dem Aufrücken Weicks an die Spitze ordnet die 1822 gegründete Sparkasse ihre Ressorts neu. Als neuer Chef übernimmt Weick unter anderem die direkte Verantwortung für die Bereiche Strategie, Personal, IT-Organisation und die Interne Revision. Sein bisheriges Ressort – der Firmenkundenvertrieb und das Treasury – geht künftig in die Hände von Marktvorstand Dr. Sven Matthiesen über. Andrea Kilian bleibt in ihrer Rolle als CRO weiterhin für das Risikocontrolling, Compliance und die Marktfolge Kredit zuständig.

Durch diese Neuverteilung agiert der Vorstand ab April zunächst als Dreiergespann. Perspektivisch plant das Institut jedoch, das Führungsgremium wieder um ein viertes Mitglied zu erweitern, das dann explizit den Aufgabenbereich des Firmenkundenvorstandes übernehmen soll.

Markteinwertung: Reibungsloser Stabilitätstransfer im Helaba-Kosmos

Der Personalwechsel bei der mit über 800.000 Kunden im Rhein-Main-Gebiet stark dominierenden Frankfurter Sparkasse ist ein klassisches Beispiel für eine gut orchestrierte Nachfolgeplanung innerhalb der Finanzgruppe. Dass der scheidende Chef Ingo Wiedemeier nahtlos als CFO zur Konzernmutter Helaba aufsteigt, unterstreicht die tiefe personelle und strategische Verzahnung beider Häuser.

Indem der Verwaltungsrat die Lücke mit dem langjährigen Vorstandsmitglied Arne Weick schließt, vermeidet das Institut monatelange Einarbeitungsphasen oder strategische Reibungsverluste. Weick bringt als langjähriger Risikomanager und zuletzt Firmenkunden-Chef genau die Mischung aus analytischer Vorsicht und vertrieblicher Marktnähe mit, die es braucht, um in einem konjunkturell anspruchsvollen Umfeld die Profitabilität hochzuhalten. Die einzige kurzfristige Herausforderung besteht darin, dass das auf drei Köpfe verschlankte Vorstandsteam die hohe Arbeitslast im zentralen Firmenkundengeschäft nun vorübergehend auf mehrere Schultern verteilen muss, bis der Posten endgültig nachbesetzt wird.

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