Der Zusammenschluss von SDK und Stuttgarter zur neuen Gruppe DIE SÜD ist gesellschaftsrechtlich abgeschlossen. Der neu formierte Personenversicherer peilt für 2026 über zwei Milliarden Euro Beitragseinnahmen an.
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Guido Bader und Ulrich Mitzlaff | Bildnachweis: Süddeutsche Versicherungen a. G.
Der gesellschaftsrechtliche Zusammenschluss der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) und der Stuttgarter Versicherungsgruppe ist offiziell vollzogen. Die neu geformte Versicherungsgruppe tritt ab sofort unter der gemeinsamen Dachmarke DIE SÜD auf. An der Spitze der neuen Einheit steht mit der Süddeutsche Versicherungen a. G. ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Die beiden im Markt etablierten Vertriebsmarken SDK und Die Stuttgarter bleiben unter diesem gemeinsamen Dach auch künftig erhalten.
Durch die Fusion entsteht ein neuer Großakteur im deutschen Markt für Personenversicherungen. Die Unternehmensgruppe vereint rund 1.600 Beschäftigte sowie einen Gesamtbestand von 1,94 Millionen Versicherungsverträgen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 strebt DIE SÜD gebuchte Bruttobeiträge von mehr als zwei Milliarden Euro sowie eine Bilanzsumme von über 20 Milliarden Euro an.
Strukturell stellt die Süddeutsche Versicherungen a. G. als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit das oberste Dach dar. Das oberste Organ bleibt damit die Mitgliedervertretung, wodurch die Eigentümerstruktur weiterhin bei den Versicherten selbst verankert ist. Die operativen Einheiten Die Stuttgarter und die SDK werden als Aktiengesellschaften unterhalb des Versicherungsvereins fortgeführt, wobei die Muttergesellschaft alle Anteile hält.
Dr. Guido Bader, Co-Vorstandssprecher der neuen Gruppe sowie Vorstandsvorsitzender der Stuttgarter Lebensversicherung AG, unterstreicht den Stellenwert dieser Kontinuität.
"Wir verbinden mit unserer neuen Struktur wirtschaftliche Stärke mit dem Grundgedanken des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. DIE SÜD gehört damit weiterhin ihren Mitgliedern. Diese Kontinuität ist für uns wichtig, weil sie für langfristiges Denken und Handeln steht und dafür, dass die Interessen unserer Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt bleiben."
Geleitet wird die Gruppe von einem sechsköpfigen Führungsgremium. Neben den beiden Co-Vorstandssprechern Dr. Guido Bader und Dr. Ulrich Mitzlaff gehören Olaf Engemann, Jesko David Kannenberg, Michael Krebbers und Ralf Oestereich dem Vorstand an. Operativ setzt der Konzern auf regionale Stabilität. Die beiden bisherigen Hauptverwaltungen in Fellbach und Stuttgart bleiben als Unternehmenszentralen der neuen Gruppe bestehen. Auch sämtliche dezentralen Landes- und Filialdirektionen werden unverändert weitergeführt.
Im Vertrieb nutzt DIE SÜD ein Modell des gestützten Markenauftritts. Die bekannten Namen SDK und Die Stuttgarter stehen im Kundenkontakt weiterhin im Vordergrund. Bis etwa Mitte 2027 soll das visuelle Erscheinungsbild beider Marken schrittweise an die gemeinsame Dachmarke angeglichen werden.
Bader verweist dabei auf den Erhalt des Markenkerns.
"Wir verbinden das Neue ganz bewusst mit dem, was sich über viele Jahre bewährt hat. SDK und Die Stuttgarter genießen großes Vertrauen im Markt. Diese Stärke erhalten wir und entwickeln sie unter dem gemeinsamen Dach von DIE SÜD weiter."
Mit dem Schulterschluss will die Gruppe ihre Angebote in den Bereichen Krankenversicherung, Absicherung und Vorsorge enger verzahnen. Ungebundene Vermittler und Vertriebspartner arbeiten weiterhin mit den bekannten Ansprechpartnern zusammen, erhalten aber Zugriff auf das kombinierte Produktportfolio beider Häuser.
Ihren ersten gemeinsamen Branchenauftritt vor einem breiten Fachpublikum plant die neue Versicherungsgruppe auf der DKM am 27. und 28. Oktober 2026 in Dortmund. Auf der Fachmesse will DIE SÜD das integrierte Konzept und die neuen Geschäftsoptionen für Vermittler im Detail präsentieren.

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