Santander ordnet deutsche Vertriebsstruktur neu

Santander halbiert in Deutschland die Zahl der Direktionen und Regionen. Gleichzeitig stärkt die künftige Openbank die regionale Vermögensberatung.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

17.8.26

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13:02

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Santander ordnet deutsche Vertriebsstruktur neu

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Santander Deutschland (Foto: ZWP Ingenieur-AG)

Die spanische Großbank Santander treibt die Neuausrichtung ihrer Vertriebsstrukturen in Deutschland voran. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen, über die der Branchendienst „Finanz-Szene“ berichtet, plant das mittlerweile in Openbank Deutschland umbenannte Institut einen umfassenden Neuzuschnitt seiner Vertriebsgebiete. Die Maßnahme fügt sich in die bereits angekündigte Neustrukturierung des deutschen Filialnetzes ein und zielt auf schlankere Führungsstrukturen sowie einen gezielten Ausbau des vermögenden Privatkundengeschäfts ab.

Kern des Restrukturierungsplans ist eine Reduzierung der übergeordneten Führungsebenen: Die Zahl der Direktionen wird von bislang vier auf künftig zwei halbiert. Die Direktion 1 soll demnach für Nord- und Ostdeutschland, Bayern sowie Teile Hessens und Nordrhein-Westfalens zuständig sein. Das zweite Vertriebsgebiet, die Direktion 2, umfasst künftig das Ruhrgebiet, die Rheinschiene sowie Baden-Württemberg.

Straffung des Regionalnetzes und Abbau von Führungspositionen

Auch auf der operativen Ebene unterhalb der Direktionen greift der Rotstift. Die Anzahl der Vertriebsregionen wird von derzeit 20 auf künftig zehn Einheiten verringert. Damit einher geht eine entsprechende Halbierung der Verkaufsleiter-Stellen im klassischen Filialvertrieb.

Mit dieser Konsolidierung will das Institut bestehende Doppelstrukturen abbauen und die Vertriebssteuerung im deutschen Markt zentralisieren, während parallel die Transformation zur digitalen Plattformmarke Openbank voranschreitet.

Gezielter Ausbau der regionalen Vermögensberatung

Im deutlichen Kontrast zur Straffung des Standard-Filialvertriebs setzt das Institut im Wealth- und Affluent-Segment auf Expansion: Die Vermögensberatung wird dezentral verstärkt. Vorgesehen ist, dass künftig jede der neu formierten zehn Regionen von einem eigenen Leiter Vermögensberatung geführt wird.

Damit wächst die Führungsebene in diesem Segment von aktuell acht auf zehn Verantwortliche. Die Bank signalisiert damit, dass trotz der Verschlankung im klassischen Massengeschäft die Beratung vermögender Kunden künftig eine strategisch wichtigere Rolle im Ertragsmix einnehmen soll.

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