Revolut erhält EU-weite MiCA-Lizenz und bereitet den Start seiner neuen Krypto-Plattform vor. Das Fintech will mit über 280 Token, gebührenfreiem Staking und EU-regulierter Verwahrung Maßstäbe im digitalen Asset-Markt setzen.

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Revolut
Das britische Fintech Revolut hat von der zypriotischen Wertpapier- und Börsenaufsicht CySEC die Zulassung als Crypto-Asset Service Provider (CASP) erhalten. Damit ist das Unternehmen eines der ersten großen Fintechs, das unter der neuen europäischen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation) eine vollständige Lizenz erhält. Sie erlaubt Revolut, regulierte Krypto-Dienstleistungen in allen 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums anzubieten.
Mit der Lizenz legt Revolut das Fundament für den Start seiner neuen „Crypto 2.0“-Plattform, die in den kommenden Monaten ausgerollt werden soll. Kunden sollen Zugang zu mehr als 280 Token, gebührenfreiem Staking und jährlichen Renditen von bis zu 22 Prozent erhalten. Das Unternehmen spricht von einem „entscheidenden Schritt“, um den europäischen Krypto-Markt langfristig zu professionalisieren.
„Diese Genehmigung ermöglicht es uns, bahnbrechende Krypto-Produkte mit erhöhter Transparenz und Vertrauen anzubieten und unser Engagement für Krypto als Anlageklasse zu bekräftigen“, sagte Costas Michael, CEO von Revolut Digital Assets Europe.
Die MiCA-Verordnung harmonisiert erstmals die Regeln für Krypto-Dienstleister in der EU und schafft damit einheitliche Standards für Transparenz, Sicherheit und Verbraucherschutz. Für Revolut, das bereits über 65 Millionen Kunden weltweit betreut – davon 40 Millionen in Europa –, ist die Lizenz ein strategischer Hebel, um den Bereich digitale Vermögenswerte weiter auszubauen.
Geplant ist, die MiCA-Lizenz nicht nur für den Handel mit Kryptowährungen, sondern auch für Staking, Stablecoins und Token-basierte Finanzprodukte zu nutzen. Damit positioniert sich Revolut als eines der ersten Fintechs, das traditionelle Finanzdienstleistungen und regulierte Krypto-Angebote in einem europäischen Rahmen vereint.
Die Zulassung fällt in eine Phase, in der sich der globale Kryptomarkt zunehmend institutionell ausrichtet. Erst vor wenigen Tagen beantragte der US-Vermögensverwalter T. Rowe Price seinen ersten Krypto-ETF – ein Signal, dass traditionelle Finanzakteure Milliardenvolumina in den Markt bringen könnten.
Mit der neuen Lizenz und der geplanten Plattform setzt Revolut ein klares Zeichen: Das Fintech will im europäischen Krypto-Geschäft vom Zahlungsanbieter zum vollregulierten Vermögensmanager der nächsten Generation aufsteigen.

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