Rekordjahr für BBVA: Investmentbanking verdient über 3 Milliarden Euro

Rekordjahr für BBVA: Die Investment-Sparte steigert den Gewinn 2025 um 32 Prozent auf über 3 Milliarden Euro. USA-Geschäft und Nachhaltigkeit waren die Haupttreiber.

Anja Amend

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Anja Amend

Veröffentlicht am

6.2.26

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10:26

Uhr

Rekordjahr für BBVA: Investmentbanking verdient über 3 Milliarden Euro

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BBVA

Die Corporate & Investment Banking Sparte (CIB) der spanischen Großbank BBVA hat das Jahr 2025 mit historischen Bestwerten abgeschlossen. Die Erträge kletterten im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 29 Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 3,07 Milliarden Euro hängen. Das entspricht einem Anstieg von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen bestätigen die Strategie der Spanier, das Geschäft international breiter aufzustellen und gezielt in Wachstumsregionen außerhalb der Heimatmärkte zu investieren.

Handel und Finanzierungen als Ertragsgaranten

Das starke Ergebnis stützt sich auf alle drei großen Geschäftsbereiche, die jeweils zweistellige Zuwachsraten verzeichneten. Besonders der Handelsbereich „Global Markets“ stach hervor und lieferte mit einem Plus von 35 Prozent das beste Ergebnis seiner Geschichte ab. Erträge von rund 2,4 Milliarden Euro kamen hier zusammen. In einem volatilen Marktumfeld verdiente die Bank vor allem im Aktienhandel und im Devisengeschäft sehr gut.

Auch das klassische Transaktionsgeschäft entwickelte sich prächtig und legte um 19 Prozent auf über 2,5 Milliarden Euro zu. Hier profitierte die Bank von gestiegenen Zinsen und Gebühren im Zahlungsverkehr sowie bei Handelsfinanzierungen. Der Bereich Investment Banking & Finance wuchs sogar um 33 Prozent auf 1,44 Milliarden Euro. Treiber waren hier vor allem komplexe Projektfinanzierungen. Besonders gefragt waren Kredite für Erneuerbare Energien sowie Projekte im Technologie- und Mediensektor.

USA und Großbritannien als Wachstumsmotoren

Geografisch gesehen bleiben die Heimatmärkte Spanien und Mexiko zwar das Fundament der Bank, doch die Dynamik hat sich verschoben. Das Geschäft in den USA und in Großbritannien explodierte förmlich und die dortige Aktivität legte um fast 50 Prozent zu. Diese Märkte werden für die BBVA immer wichtiger, um nicht nur von der europäischen Konjunktur abhängig zu sein.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war das grenzüberschreitende Geschäft. Immer mehr Firmenkunden agieren international und brauchen eine Bank, die sie in verschiedenen Ländern begleitet. Dieses sogenannte „Cross-Border“-Geschäft wuchs um mehr als 21 Prozent. Auch institutionelle Kunden wie der öffentliche Sektor oder Finanzinvestoren fragten deutlich mehr Dienstleistungen nach, was in diesem Kundensegment zu einem Umsatzplus von 27 Prozent führte.

Milliarden fließen in den Klimaschutz

Ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie bleibt das Thema Nachhaltigkeit. Im Jahr 2025 hat die Investment-Sparte der BBVA rund 68 Milliarden Euro in nachhaltige Geschäfte geleitet. Das sind 34 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Die Bank finanziert dabei vor allem den Wandel zu grüner Technologie. Allein für Projekte im Bereich Erneuerbare Energien, wie Wind- oder Solarparks, stellte das Institut Kredite in Höhe von über 3 Milliarden Euro bereit. Diese Ausrichtung bringt der Bank nicht nur Geld, sondern auch Anerkennung in der Branche, wie diverse Auszeichnungen als bester Finanzberater und beste Handelsbank belegen.

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