Generationenwechsel bei Metzler: Eigengewächs übernimmt Frankfurter Schlüsselposition

Wachablösung beim Traditionsbankhaus: Peter Bohrer übernimmt die Leitung der Kundenbetreuung in Frankfurt. Metzler setzt auf ein Eigengewächs für die Nachfolge von Ralph Procher und plant einen geräuschlosen Übergang.

Harry Dörsam

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Harry Dörsam

Veröffentlicht am

5.2.26

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17:21

Uhr

Generationenwechsel bei Metzler: Eigengewächs übernimmt Frankfurter Schlüsselposition

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Metzler Privatbank

Beim Bankhaus Metzler steht ein wichtiger Wechsel an einer zentralen Stelle an. Die Kundenbetreuung im Private Banking am Stammsitz Frankfurt bekommt eine neue Führung. Zum 01. November 2026 übernimmt Peter Bohrer die Leitung. Er tritt damit in große Fußstapfen: Sein Vorgänger Ralph Procher hat diesen Bereich über zehn Jahre lang verantwortet und verabschiedet sich nun in den Ruhestand.

Keine Experimente bei der Nachfolge

Die Privatbank entscheidet sich bewusst gegen einen externen Manager und setzt auf Kontinuität. Peter Bohrer ist ein echtes Eigengewächs des Hauses. Der 46-jährige Diplom-Wirtschaftsmathematiker arbeitet bereits seit rund 20 Jahren für Metzler. Er startete einst als Trainee und betreut seit mehr als 15 Jahren vermögende Kunden. Auch Führungserfahrung bringt er bereits mit.

Damit die Beziehungen zu den oft langjährigen Kunden nicht unter dem Wechsel leiden, ist eine Übergangsphase geplant. Procher und Bohrer werden eine Zeit lang zusammenarbeiten, um eine nahtlose Übergabe zu garantieren. Ralph Procher selbst sieht darin die Stärke des Hauses: Dass ein so langjähriger Kollege übernimmt, stehe für die Kontinuität, die das Private Banking seit jeher auszeichne.

Wachstumskurs soll fortgesetzt werden

Der Wechsel fällt in eine erfolgreiche Phase. Vorstandssprecher Gerhard Wiesheu berichtet von einem sehr guten Neugeschäft im Jahr 2025. Das sei Ansporn, auch 2026 weiter zu wachsen. Gerade in unsicheren Zeiten würden Kunden verlässliche Partner suchen.

Der neue Mann an der Spitze, Peter Bohrer, will genau dort ansetzen. Er betont vor allem die Unabhängigkeit des Instituts. Dass man als Bankhaus „frei von Interessenkonflikten“ agiere, präge das tägliche Handeln und sei gerade in Zeiten tiefgreifender Umbrüche entscheidend.

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