Milliardengewinn im Transformationsjahr: BNP Paribas übertrifft 2025 die Erwartungen mit über 12,2 Milliarden Euro Nettoergebnis. Die Integration von Axa IM und der Zukauf von HSBC Deutschland prägen die Bilanz, während ein Aktienrückkauf die Anleger lockt.

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BNP Paribas
Die französische Großbank BNP Paribas hat ein bewegtes Geschäftsjahr 2025 mit starken Zahlen gekrönt. Wie der Verwaltungsrat unter dem Vorsitz von Jean Lemierre am 4. Februar 2026 bestätigte, konnte das Institut seine Gewinnziele erreichen und die Weichen für die mittelfristige Strategie neu stellen. Im Fokus standen dabei vor allem die aggressive Expansionspolitik im Asset- und Wealth Management sowie die Integration der jüngsten Milliarden-Zukäufe.
Unter dem Strich steht für das Gesamtjahr 2025 ein Nettogewinn, der die angepeilte Marke von 12,2 Milliarden Euro übertroffen hat. CEO Jean-Laurent Bonnafé wertete das Ergebnis als Bestätigung des diversifizierten Geschäftsmodells. Besonders das vierte Quartal stand im Zeichen strategischer Abschlüsse: So wurde im Oktober die Übernahme des Private-Banking-Geschäfts von HSBC in Deutschland finalisiert. Dieser Schritt katapultiert BNP Paribas Wealth Management hierzulande in eine neue Liga und erhöht das verwaltete Vermögen in diesem Segment auf knapp 50 Milliarden Euro.
Die Bilanz ist jedoch auch von den Kosten der Expansion geprägt. Die Integration des Investmentarms des Versicherers Axa (Axa IM), die das Institut zu einem der führenden Vermögensverwalter Europas macht, schlägt buchungstechnisch zu Buche. Die Bank bestätigte im Rahmen der Zahlenvorlage Restrukturierungskosten, die für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 mit 600 bis 800 Millionen Euro deutlich über dem üblichen Niveau liegen.
Teil dieses Sparprogramms ist der bereits angekündigte Abbau von rund 1.200 Stellen, um Synergien zu heben und Doppelstrukturen nach der Fusion zu bereinigen. Bonnafé betonte jedoch die langfristige Logik: Die Kostensynergien sollen die Profitabilität nachhaltig steigern.
Trotz der Investitionen zeigt sich die Bank spendabel gegenüber ihren Anteilseignern. Bereits im November 2025 hatte das Institut ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1,15 Milliarden Euro aufgelegt. Zudem wurde das Ziel für die harte Kernkapitalquote (CET1) auf 13 Prozent bis zum Jahr 2027 angehoben – ein Signal der Stärke an die Regulatoren und den Markt.
Parallel dazu bereinigte die Bank ihr Portfolio: Im Dezember verkündete BNP Paribas den Verkauf ihrer Anteile an der belgischen AG Insurance, um sich stärker auf das Kerngeschäft und die neu formierte Asset-Management-Plattform zu konzentrieren.
Für die kommenden Jahre gibt sich das Management optimistisch. Das Ziel einer Eigenkapitalrendite (ROTE) von 13 Prozent bis 2028 wurde bestätigt. Mit der neu gewonnenen Größe im Asset Management und der gestärkten Position im deutschen Wealth Management sieht sich die größte Bank der Eurozone gut gerüstet, um im europäischen Konsolidierungswettbewerb weiterhin die treibende Kraft zu sein.

Starkes Jahr für die UBS: Der Gewinn klettert 2025 auf 7,8 Milliarden Dollar. Die Aktionäre erhalten mehr Dividende. Die Integration der Credit Suisse ist fast abgeschlossen.

Wachablösung beim Traditionsbankhaus: Peter Bohrer übernimmt die Leitung der Kundenbetreuung in Frankfurt. Metzler setzt auf ein Eigengewächs für die Nachfolge von Ralph Procher und plant einen geräuschlosen Übergang.