Prominente Verstärkung: Ex-UBS-Managerin wird stellvertretende CEO bei Oddo

Prominenter Neuzugang: Oddo BHF holt Simone Westerfeld von der UBS als stellvertretende CEO. Die Finanz-Professorin soll die Transformation der Bank leiten und die Kernmärkte vernetzen.

Anja Amend

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Anja Amend

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21.1.26

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21:43

Uhr

Prominente Verstärkung: Ex-UBS-Managerin wird stellvertretende CEO bei Oddo

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ODDO BHF

Die deutsch-französische Finanzgruppe Oddo BHF verstärkt ihre Führungsspitze mit einer prominenten Personalie. Zum 1. Juni 2026 wechselt Simone Westerfeld als stellvertretende Chief Executive Officer (CEO) zu dem Institut. Die Ernennung der Finanz-Professorin und erfahrenen UBS-Managerin ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, mit der die Bank ihre Organisation in den kommenden Jahren grundlegend umbauen will.

Brückenkopf zwischen drei Ländern

In ihrer neu geschaffenen Funktion soll Westerfeld sowohl in den Vorstand der Oddo BHF SE in Frankfurt als auch in das Geschäftsführerkollegium der Pariser Holding einziehen, sofern die Aufsichtsbehörden Bafin und ACPR grünes Licht geben. Philippe Oddo, der geschäftsführende Gesellschafter, sieht in ihr die ideale Besetzung, um die drei Kernmärkte der Gruppe zu verbinden:

„Simone Westerfeld verfügt über alle notwendigen Voraussetzungen, um eine Schlüsselrolle in der Zukunft der Gruppe zu übernehmen. Zusammen mit allen Mitgliedern des General Management Committees freue ich mich sehr über ihren Eintritt in die Gruppe. In den nächsten fünf bis zehn Jahren wollen wir gemeinsam ein neues, partnerschaftliches Kapitel in der 175-jährigen Geschichte der Bank aufschlagen“

Als gebürtige Deutsche mit langer Karriere in der Schweiz wird Westerfeld nun ihren Lebensmittelpunkt nach Frankreich verlegen, um von dort aus das Umfeld kennenzulernen und die Geschäfte in allen drei Ländern zu steuern. Oddo betont, dass man gemeinsam in den nächsten fünf bis zehn Jahren ein neues Kapitel in der 175-jährigen Geschichte der Bank aufschlagen wolle.

Abkehr vom Silo-Denken

Ihr Eintritt markiert den Startschuss für einen langfristigen Wachstums- und Transformationsplan. Gemeinsam mit dem General Management Committee soll Westerfeld eine Strategie entwickeln, die sich stärker an Innovationen und neuen Technologien orientiert.

Kern der Reform ist die Abkehr von der klassischen internen Sparten-Denke. Statt nach Fachgebieten soll die Bank künftig strikt nach Kundensegmenten organisiert sein – von Privatkunden und Family Offices bis hin zu institutionellen Anlegern und Unternehmensentscheidern. Westerfeld selbst betont, dass gerade die Struktur als familiengeführte, unabhängige Bank eine besonders glaubwürdige Beratung für anspruchsvolle Kunden wie Unternehmerfamilien und Stiftungen ermögliche.

Karriere zwischen Hörsaal und Vorstandsetage

Die Managerin bringt einen Lebenslauf mit, der Theorie und Praxis auf hohem Niveau vereint. Zuletzt war sie bei der Schweizer Großbank UBS als COO im Group Integration Office tätig und leitete zuvor ab 2020 als Mitglied der Geschäftsleitung das landesweite Privatkundengeschäft der UBS Schweiz. Führungserfahrung auf C-Level sammelte sie zudem bei der Basler Kantonalbank, wo sie zwischen 2015 und 2019 unter anderem als CFO, CRO und interimistische CEO fungierte. Akademisch ist sie als Professorin für Banking & Finance an der Universität St. Gallen (HSG) verankert.

Bei Oddo BHF trifft sie auf ein etabliertes Führungsteam. Zum Exekutivkomitee gehören unter anderem Joachim Häger für das Private Wealth Management, Nicolas Chaput für Asset Management sowie Christian Zahn für das Investmentbanking. Die Gruppe, die sich zu 65 Prozent im Besitz der Familie Oddo befindet, verspricht sich von der Neuaufstellung enorme Wachstumschancen durch ein effizienteres und kundenzentriertes Geschäftsmodell.

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