Hochkarätiger Wechsel von der Frankfurter Gallusanlage an die Palmgartenstraße: Brigitte Réthier, bislang Bereichsvorständin der Commerzbank, rückt in den Vorstand der KfW Bankengruppe auf.

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Der Verwaltungsrat der KfW hat am 26. März 2026 eine strategisch bedeutsame Personalie für die internationale Ausrichtung der Förderbank beschlossen. Brigitte Réthier, die derzeit bei der Commerzbank als Bereichsvorständin das Geschäft mit institutionellen Kunden sowie den Bereich Transaction Banking Sales verantwortet, wird neues Mitglied des KfW-Vorstands. Die 56-jährige Managerin, die ihre Karriere einst bei der Royal Bank of Canada begann, bringt eine über 30-jährige Expertise im internationalen Finanzwesen mit nach Frankfurt-Westend. In ihrer künftigen Funktion, die sie spätestens zum 1. Oktober 2026 antreten wird, übernimmt sie die Verantwortung für das Ressort „Internationale Finanzielle Zusammenarbeit“ und leitet damit die Geschicke der KfW Entwicklungsbank sowie der Tochtergesellschaft DEG. Sie tritt die Nachfolge von Christiane Laibach an, die nach einer beeindruckenden Karriere von 36 Jahren innerhalb der KfW-Gruppe in den Ruhestand geht.
Parallel zur Berufung von Réthier nutzt die KfW den personellen Wechsel für eine strukturelle Schärfung ihrer Vorstandsressorts. Um den steigenden Anforderungen an die deutsche Exportwirtschaft und die globale Projektfinanzierung gerecht zu werden, wird dieses Aufgabenfeld künftig unter der Leitung von Melanie Kehr gebündelt.
Damit untersteht die KfW IPEX-Bank nun einem neu zugeschnittenen Ressort, das eine noch engere Verzahnung der marktnahen Aktivitäten mit der digitalen Transformationsstrategie der Gesamtbank anstrebt. Die Verwaltungsratsvorsitzende Katherina Reiche und der stellvertretende Vorsitzende Lars Klingbeil betonten, dass diese Neuordnung die KfW noch schlagkräftiger machen soll, um den komplexen Herausforderungen der ökologischen und digitalen Erneuerung sowohl im Inland als auch auf internationalem Parkett zu begegnen.
Der Wechsel von Brigitte Réthier ist mehr als nur eine gewöhnliche Neubesetzung; er ist ein Signal für die verstärkte Professionalisierung der KfW im Bereich der internationalen Kapitalallokation. Dass man eine Top-Managerin aus dem Transaction Banking der Commerzbank holt, zeigt, dass die KfW die Entwicklungszusammenarbeit künftig noch stärker unter dem Aspekt der effizienten Privatsektorförderung und institutionellen Marktkenntnis führen will.
Réthier ist darauf spezialisiert, komplexe Finanzierungsströme für globale Kunden zu steuern – eine Fähigkeit, die für die DEG und die Entwicklungsbank in Zeiten geopolitischer Umbrüche von unschätzbarem Wert ist. Gleichzeitig beweist die KfW mit der Ressort-Zusammenlegung unter Melanie Kehr, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt hat: Exportfinanzierung und digitale Infrastruktur lassen sich im Jahr 2026 nicht mehr getrennt voneinander denken. Es ist ein moderner, fast schon unternehmerischer Ansatz für eine staatliche Förderbank, die sich unter Stefan Wintels zunehmend vom reinen Krisenmanager zum proaktiven Gestalter des wirtschaftlichen Wandels entwickelt.

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