Die Oldenburgische Landesbank (OLB) schließt ihre personelle Neuaufstellung ab. Mit Michael Fust als CFO und Annett Daldrup als CRO rücken zwei Manager aus dem TARGO-Umfeld in den Vorstand auf.

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Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat ihre angekündigte personelle Neuaufstellung an der Unternehmensspitze planmäßig zum 1. Oktober 2026 vollzogen. Mit Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden rücken mit Michael Fust als neuem Finanzvorstand (CFO) und Annett Daldrup als neuer Risikochefin (CRO) zwei erfahrene Führungskräfte in das operative Top-Management auf. Beide Neuzugänge waren zuvor bereits in leitenden Funktionen innerhalb der Schwestergesellschaft TARGOBANK respektive der übergeordneten TARGO Deutschland GmbH tätig, was den strategischen Kurs der übergeordneten Eigentümerstruktur deutlich unterstreicht.
Michael Fust übernimmt das Finanzressort von Dr. Rainer Polster, der das Institut mit dem regulären Ablauf seines Mandats Ende September verlassen hat. Fust, der vor seinem Wechsel in die TARGO-Gruppe über 16 Jahre bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG verbrachte, agierte zur Vorbereitung bereits seit Anfang des Jahres als Generalbevollmächtigter der OLB. Eine exakt spiegelbildliche Einarbeitungsphase durchlief Annett Daldrup, die fortan das gruppenweite Risikomanagement der Bank verantwortet. Die ehemalige Chief Credit Officer Corporate Lending der TARGOBANK blickt auf umfassende Branchenerfahrung durch Stationen bei der Airbus Bank und der UniCredit zurück.
Die gezielte Platzierung von Managern aus dem TARGO-Umfeld an den entscheidenden Schaltstellen für Finanzen und Risiko dürfte kaum ein Zufall sein. Es ließe sich argumentieren, dass Aufsichtsratschefin Isabelle Chevelard durch diese personelle Verzahnung eine reibungslosere kulturelle und prozessuale Ausrichtung der beiden Institute sicherstellen wolle. Sollten in der laufenden strategischen Neuausrichtung der Gesamtgruppe bilanzielle oder risikotechnische Diskrepanzen zwischen den Häusern auftreten, ließen sich diese durch ein gruppenweit vernetztes Managementteam potenziell geräuschloser und effizienter aussteuern.
Der bisherige Risikovorstand Chris Eggert verlässt sein angestammtes Ressort, bleibt dem nun fünfköpfigen Führungsgremium unter CEO Christophe Jéhan jedoch in der neu geschaffenen Rolle des Chief Investment Officer (CIO) erhalten. In dieser Funktion fokussiert er sich fortan auf den Ausbau der Cashflow-basierten Finanzierungen im margenstarken Segment Corporates & Diversified Lending, welches hochspezialisierte Bereiche wie Acquisition Finance, Football Finance und Export Finance bündelt. Unterstützt wird er dabei von Christian Bessenroth, der das Management-Team als Generalbevollmächtigter komplettiert und die asset-basierten Finanzierungen wie Commercial Real Estate und Schiffsfinanzierungen verantwortet.
Diese massive Konzentration auf margenstarke, aber potenziell volatile Spezialfinanzierungen birgt in einem gesamtwirtschaftlich fragilen Umfeld naturgemäß gewisse Tücken. Würden sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter eintrüben, stünden gerade zyklische Bereiche wie gewerbliche Immobilien oder Akquisitionsfinanzierungen schnell unter erheblichem Wertberichtigungsdruck. Indem das Haus diese lukrativen Portfolios fortan unter der Leitung eines erfahrenen, ehemaligen Risikovorstands bündelt, versucht die OLB offenkundig, ihre ambitionierten Wachstumsziele im Corporate-Sektor präventiv mit einer strikten internen Risikodisziplin auszubalancieren.

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank besetzt zentrale Vorstandsposten neu. Christian Wiermann wechselt in das Risikoressort, während Verena Dierks zur neuen Finanzvorständin aufsteigt.

Zum 1. Oktober 2026 rücken Hervé Beyer als Chief Financial Officer (CFO) und Mark Hartmaring als Verantwortlicher für das Privat- und Geschäftskundensegment in den Vorstand des Instituts auf.