OLB steigert im ersten Halbjahr 2025 den operativen Gewinn deutlich, senkt die Kostenquote und profitiert von niedriger Risikovorsorge. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Übernahme durch TARGO Deutschland GmbH.
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Oldenburgische Landesbank
Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat ihre Wachstumsstrategie im ersten Halbjahr 2025 fortgesetzt und trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds ihre Ertragskraft gesteigert. Vor Steuern erzielte die Bank ein Ergebnis von 191,2 Mio. Euro, nach 185,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der operative Gewinn kletterte auf 211,2 Mio. Euro – ein Plus von mehr als 21 % gegenüber dem Vergleichszeitraum.
Das Kreditvolumen wuchs zum 30. Juni auf 26,1 Mrd. Euro, während die Kundeneinlagen mit 22,3 Mrd. Euro stabil blieben. Der Zinsüberschuss stieg infolge des wachsenden Kreditgeschäfts auf 321,6 Mio. Euro (Vorjahr: 278,3 Mio. Euro). Auch die Zinsmarge legte leicht auf 2,51 % zu. Das Provisionsgeschäft profitierte von höherer Kundenaktivität im Wertpapierhandel und erzielte 71,4 Mio. Euro (Vorjahr: 64,1 Mio. Euro). Insgesamt erhöhte sich das operative Ergebnis vor Kosten auf 380,0 Mio. Euro.
Mit 168,8 Mio. Euro lagen die operativen Aufwendungen leicht unter dem Vorjahreswert. Personalaufwendungen stiegen zwar auf 88,1 Mio. Euro, wurden jedoch durch einen Rückgang der Sachkosten auf 65,2 Mio. Euro mehr als ausgeglichen. Die Cost-Income-Ratio sank deutlich von 49,5 auf 44,4 % – ein Wert, der im Branchenvergleich bemerkenswert niedrig ist. Parallel investierte OLB weiter in den Ausbau ihrer digitalen Angebote, in die Modernisierung der Filialen sowie in die Stärkung ihrer Markenpräsenz. Aufmerksamkeit erzeugte insbesondere die bundesweite Kampagne als Partner der DFB-Frauen-Nationalmannschaft, deren EM-Werbespot auf YouTube rund zehn Millionen Aufrufe verzeichnete.
Trotz konjunktureller Unsicherheiten blieb die Risikovorsorge mit 17,9 Mio. Euro unter Plan. Die Kosten des Risikos reduzierten sich auf 14 Basispunkte. Damit profitierte OLB von der breiten Diversifizierung und hohen Qualität des Kreditportfolios. Nach Steuern ergab sich ein Gewinn von 132,8 Mio. Euro. Bereinigt um Sondereffekte aus der Degussa-Bank-Übernahme im Vorjahr lag der Nettogewinn über dem bereinigten Vergleichswert. Die Eigenkapitalrendite betrug 14,5 %, bereinigt um die geplante Dividendenausschüttung sogar 15,7 %.
Die harte Kernkapitalquote (CET1) verbesserte sich auf 14,1 % und lag damit deutlich über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und dem eigenen Zielwert. CFO Dr. Rainer Polster betonte die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells, das „auch in einem herausfordernden Umfeld profitabel bleibt“.
Für den geplanten Eigentümerwechsel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Am 20. März 2025 einigten sich die Anteilseigner auf den Verkauf der gesamten OLB-Anteile an die TARGO Deutschland GmbH, eine Tochter der Crédit Mutuel Alliance Fédérale. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden.

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