Milliardenschwerer Zuwachs: pbb schließt Übernahme der Deutsche Investment ab

Strategischer Meilenstein: Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) vollzieht die Übernahme der Deutsche Investment-Gruppe. Mit 3 Milliarden Euro zusätzlichen Assets under Management und bewährter Führungsmannschaft stärkt die Bank ihr provisionsbasiertes Geschäft im Rahmen der „Strategie 2027“.

Harry Dörsam

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Harry Dörsam

Veröffentlicht am

5.1.26

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19:47

Uhr

Milliardenschwerer Zuwachs: pbb schließt Übernahme der Deutsche Investment ab

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Deutsche Pfandbriefbank

Die Deutsche Pfandbriefbank AG (pbb) hat einen entscheidenden Haken an ihre Wachstumsliste gesetzt. Wie das Institut bekannt gab, ist der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an Gesellschaften der Deutsche Investment-Gruppe erfolgreich abgeschlossen (Closing). Damit wandelt sich die pbb vom reinen Finanzierer weiter zum integrierten Investmentmanager.

Der Zukauf ist ein zentraler Baustein der „Strategie 2027“, mit der die Bank ihre Ertragsquellen diversifizieren und das provisionsbasierte Geschäft ausbauen will. Durch die Transaktion gewinnt die pbb auf einen Schlag Assets under Management (AuM) in Höhe von rund 3 Milliarden Euro hinzu.

Stärkung der „Non-Interest“-Erträge

Dr. Pamela Hoerr, Vorstandsmitglied der pbb, sieht in dem Vollzug weit mehr als nur eine Portfolio-Erweiterung: „Mit dem Closing schaffen wir ein starkes Fundament für den weiteren Ausbau unseres Investmentmanagements.“

Das strategische Kalkül: Die pbb verknüpft ihre Bilanzstärke und Expertise in der gewerblichen Immobilienfinanzierung mit dem Asset-Management-Know-how der Deutsche Investment. Das Ziel ist eine Cross-Selling-Maschinerie:

  • Erweiterung der Produktpalette für institutionelle Investoren.
  • Erhöhung der Marktdurchdringung durch ein breiteres Netzwerk.
  • Nutzung der europaweiten pbb-Präsenz für die Produkte der Deutsche Investment.

Kontinuität an der Spitze

Um Integrationsrisiken zu minimieren und das Vertrauen der Anleger zu sichern, setzt die pbb auf das bestehende Management. Enver Büyükarslan, der ehemalige Hauptgesellschafter der Deutsche Investment, bleibt an Bord. Er agiert seit dem 1. Januar 2026 als Vorstandsvorsitzender der Deutsche Investment Kapitalverwaltung AG.

„Für uns ist das Closing der Auftakt für eine neue Phase gemeinsamen Wachstums“, kommentiert Büyükarslan den Schritt. Er betont, dass die operative Eigenständigkeit und die unternehmerische Kultur erhalten bleiben sollen, während man gleichzeitig vom „Rückenwind“ einer Großbank profitiert.

Mit diesem Schritt positioniert sich die pbb widerstandsfähiger gegen Zins-Schwankungen, indem sie das stabilere Verwaltungsgeschäft stärkt.

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