Paukenschlag zum Jahresauftakt: Hauck Aufhäuser Lampe sichert sich ein gewaltiges Mandat der Siemens Fonds Invest. Das Bankhaus verwahrt künftig 5,5 Milliarden Euro für den Industrieriesen und baut seine Marktposition unter dem Dach von ABN AMRO weiter aus.

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Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank AG
Das Frankfurter Bankhaus Hauck Aufhäuser Lampe (HAL) meldet einen spektakulären Erfolg im hart umkämpften Markt für Verwahrstellendienstleistungen.
Wie das Institut am Mittwoch bekannt gab, konnte es im Geschäftsbereich Asset Servicing ein bedeutendes Großmandat an Land ziehen und übernimmt die Verwahrung für ein umfangreiches Fondsvermögen der Siemens Fonds Invest GmbH. Der Deal, der bereits rückwirkend zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, umfasst insgesamt 14 Publikumsfonds mit einem Gesamtvolumen von rund 5,5 Milliarden Euro.
Für die Privatbank ist der Zuschlag mehr als nur ein Volumengewinn ist eine Demonstration der eigenen Stärke. Dem Vertragsabschluss war ein umfangreicher Ausschreibungsprozess vorausgegangen, in dem sich Hauck Aufhäuser Lampe nach eigenen Angaben gegen den gesamten deutschen Verwahrstellenmarkt durchsetzen konnte.
Mit dem Mandatsgewinn übernimmt das Bankhaus nun sämtliche operativen und administrativen Aufgaben der Verwahrstellenfunktion, wozu neben der Abwicklung von Transaktionen und der Kontrolle gesetzlicher Vorgaben auch die Überwachung der Fondsaktivitäten zählt. Die betroffenen Fonds sollen vollständig in die Systeme der Bank integriert werden.
Dr. Holger Sepp, Vorstandsmitglied von Hauck Aufhäuser Lampe, äußert sich entsprechend bestärkend zur Relevanz des Asset Servicings:
„Das neue Mandat ist ein klarer Beleg für die Leistungsfähigkeit unseres Bankhauses als Asset Servicing-Partner. Zugleich bauen wir unsere Expertise für maßgeschneiderte Verwahrstellenlösungen weiter aus. Die Siemens Fonds Invest GmbH ist Teil eines der traditionsreichsten und renommiertesten Unternehmen in Deutschland. Wir sind stolz auf das in uns gesetzte Vertrauen und darauf, Siemens Fonds Invest im weiteren Wachstum als Serviceprovider unterstützen zu dürfen.“
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Der Neugeschäftserfolg zahlt direkt auf die Wachstumsstrategie ein, die das Haus unter seiner neuen Eigentümerin ABN AMRO verfolgt. Durch die Verwaltung des Siemens-Portfolios steigen die Assets under Depositary des Instituts auf insgesamt 214 Milliarden Euro, wovon nun rund 96 Milliarden Euro auf Deutschland entfallen.
Auch im Kontext der Integration des Bankhauses dürfte damit die Rolle des Asset Servicings weiter steigen. In den vergangenen Jahren war das Asset Servicing, vor allem die Verwahrstellenfunktion, die tragende Säule der Profitabilität der Privatbank. Inzwischen zählt Hauck Aufhäuser Lampe zu den bedeutendsten Bankhäusern im Bereich des Asset Servicings mit dynamischen Wachstumsraten.
Auch auf Kundenseite sieht man in der neuen Partnerschaft einen strategischen Mehrwert. Erik Macharzina, CEO der Siemens Fonds Invest GmbH, bezeichnete die Privatbank als leistungsstarken Partner, der die eigene Wachstumsstrategie optimal unterstütze.
Für Hauck Aufhäuser Lampe, das bereits zu den zehn größten Verwahrstellen in Deutschland zählt, ist dies ein weiterer Schritt zur Internationalisierung. Der Geschäftsbereich Asset Servicing soll künftig für alle Kunden der ABN AMRO geöffnet werden, wobei ein besonderer Fokus auf dem Ausbau des Wertpapierfondsgeschäfts liegt. Mit den erfahrenen Asset Servicing Strukturen in Verbindung mit einem eingespielten und exzellent vernetzen Team dürfte die erfolgreiche Wachstumsreihe vermutlich weitergehen.

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