Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) behauptet sich im Geschäftsjahr 2025 erfolgreich in einem schwierigen Marktumfeld und erzielt ein Konzernergebnis vor Steuern von 731 Millionen Euro.

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Helaba
Die Helaba präsentiert für das Geschäftsjahr 2025 eine Bilanz der operativen Stärke und beweist in einem von geopolitischen Spannungen und konjunktureller Unsicherheit geprägten Umfeld eine bemerkenswerte Resilienz. Mit einem Vorsteuerergebnis von 731 Millionen Euro liegt das Institut zwar leicht unter dem Vorjahreswert von 767 Millionen Euro, bewegt sich jedoch weiterhin auf dem soliden Niveau der vorangegangenen Jahre.
Vorstandschef Thomas Groß wertet dieses Abschneiden als Bestätigung für das breit diversifizierte Geschäftsmodell der Bank, da alle Marktsegmente im abgelaufenen Jahr einen positiven Ergebnisbeitrag leisten konnten. Während das Konzernergebnis nach Steuern mit 514 Millionen Euro nur geringfügig hinter dem Vorjahr zurückblieb, konnte die Bank ihre Kapitalbasis deutlich stärken. Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg unter anderem durch die Umstellung auf das neue Aufsichtsregime CRR III signifikant auf 16,7 Prozent an, was der Bank einen komfortablen Puffer für künftige Herausforderungen und Wachstumsvorhaben verschafft.
Die Ertragsstruktur der Helaba zeigte im Jahr 2025 eine differenzierte Entwicklung, wobei die Bank den marktbedingten Rückgang beim Zinsüberschuss durch Erfolge in anderen Bereichen teilweise kompensieren konnte. Der Zinsüberschuss sank um rund 10,8 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, was primär auf die veränderten Zinsmargen im Einlagegeschäft zurückzuführen ist.
Im Gegenzug entwickelte sich das Provisionsgeschäft mit einem Zuwachs auf 594 Millionen Euro erfreulich, und auch das Fair-Value-Ergebnis lieferte mit 228 Millionen Euro einen deutlich höheren Beitrag als im Vorjahr. Ein wesentlicher Stabilitätsanker war die erneut reduzierte Risikovorsorge, die um fast ein Viertel auf 265 Millionen Euro sank. Trotz dieser Entspannung bleibt die Bank vorsichtig und hält weiterhin erhebliche Rücklagen für potenzielle geopolitische Schocks vor, um gegen künftige Verwerfungen im Immobilien- und Firmenkundengeschäft gewappnet zu sein.
Hinter den Kulissen der stabilen Ertragszahlen treibt die Helaba eine radikale technologische Erneuerung voran, die sich deutlich in der Kostenstruktur niederschlägt. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen investitionsbedingt um sechs Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro an. Diese Mittel flossen gezielt in den Ausbau der IT-Infrastruktur, die Weiterentwicklung der Digitalstrategie sowie in zukunftsweisende Projekte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (AI).
Thomas Groß macht deutlich, dass diese Ausgaben keine reinen Kosten, sondern notwendige Investitionen in die künftige Wettbewerbsfähigkeit sind, um die Effizienz der Bankprozesse langfristig zu steigern. In den einzelnen Segmenten zeigten sich dabei beachtliche Erfolge: Besonders das Immobiliengeschäft glänzte mit einem fast verdoppelten Vorsteuerergebnis von 198 Millionen Euro und einem spürbar gesteigerten Neugeschäftsvolumen von 7,5 Milliarden Euro. Auch das Segment Corporates & Markets konnte sein Ergebnis durch eine hohe Kundennachfrage und positive Bewertungseffekte im Handel deutlich steigern.
Redaktionell betrachtet positioniert sich die Helaba als ein Fels in der Brandung des deutschen Bankensektors, der den schwierigen Spagat zwischen kurzfristiger Ertragsstabilität und langfristiger technologischer Transformation bewältigt. Dass die Bank trotz sinkender Zinsmargen und steigender Investitionslast ein Ergebnis auf Vorjahresniveau hält, signalisiert den Trägern und dem Markt eine hohe operative Disziplin. Für das laufende Jahr 2026 dämpft die Führung zwar die Erwartungen und prognostiziert ein Ergebnis zwischen 600 und 700 Millionen Euro, begründet dies jedoch schlüssig mit der Fortführung der Wachstumsoffensive und dem vorsichtigen Blick auf die Weltlage. Das Festhalten an der Mittelfristprognose von über einer Milliarde Euro Vorsteuergewinn unterstreicht den Optimismus, dass die gesäten Investitionen in IT und KI bald reiche Früchte tragen werden. Für Investoren und Partner bleibt die Helaba damit eine Bank, die ihren Kurs konsequent hält und sich aktiv als Finanzierer der nachhaltigen Transformation der Wirtschaft etabliert, ohne dabei ihre konservativen Wurzeln im Risikomanagement zu vernachlässigen.

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