Die grenke AG erreichte ihre Jahresprognose für 2025: Das Leasingneugeschäft wuchs um 7,8 % auf 3,29 Mrd. Euro, die Profitabilität blieb im Zielkorridor – trotz volatiler Marktbedingungen.

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grenke AG | Silas Stein
Die grenke AG hat ihre Jahresziele erreicht und das Geschäftsjahr 2025 mit solidem Wachstum abgeschlossen. Der auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisierte Finanzierungspartner steigerte sein Leasingneugeschäft um 7,8 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro und traf damit die eigene Prognose von 3,2 bis 3,4 Milliarden Euro. Auch die Profitabilität blieb auf Kurs: Der Deckungsbeitrag 2 legte um 6,1 Prozent auf 550,2 Millionen Euro zu, die Marge lag mit 16,7 Prozent oberhalb des Zielwerts.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von geopolitischen Spannungen, schwankenden Zinsen und einer insgesamt hohen wirtschaftlichen Unsicherheit. Für grenke habe sich in diesem Umfeld die konsequent risikoorientierte Steuerung ausgezahlt, erklärte Vorstandschef Sebastian Hirsch. Der Fokus auf robuste Kernmärkte habe Stabilität gebracht, während in ausgewählten Zukunftsmärkten zusätzliche Wachstumsimpulse gesetzt worden seien. Zugleich habe das Unternehmen seine internationale Marktposition weiter gestärkt und damit die Basis für künftiges Ergebniswachstum gelegt.
Finanzvorstand Martin Paal sprach von einem planmäßigen Geschäftsjahr. Das erreichte Neugeschäftsvolumen von rund 3,3 Milliarden Euro sei angesichts der volatilen Rahmenbedingungen ein solides Ergebnis. Die erzielte DB2-Marge bilde zudem bereits die gestiegenen Risikokosten vollständig ab.
Im operativen Geschäft zeigte sich ein breites Wachstum über nahezu das gesamte Portfolio. Größte Objektkategorie blieben IT-Geräte, die im vierten Quartal knapp 30 Prozent der abgeschlossenen Leasingverträge ausmachten. Dazu zählen insbesondere Laptops, klassische EDV-Ausstattung und Softwarelösungen. Das Direktkundengeschäft gewann weiter an Bedeutung und erhöhte seinen Anteil am Leasingneugeschäft auf 18,9 Prozent.
Die Nachfrage entwickelte sich ebenfalls positiv. Die Zahl der Leasinganfragen stieg im vierten Quartal auf rund 169.000, woraus etwa 82.000 neue Verträge entstanden. Die Umwandlungsquote bewegte sich mit knapp 49 Prozent im geschäftstypischen Rahmen. Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittliche Ticketgröße leicht auf rund 10.800 Euro.
Regional betrachtet erwies sich Westeuropa ohne DACH im vierten Quartal als stärkste Wachstumsregion. Das Leasingneugeschäft legte dort um 5,9 Prozent zu, Frankreich stellte den größten Einzelmarkt. Die DACH-Region folgte mit einem Plus von 11,9 Prozent, wobei Deutschland mit knapp einem Fünftel des gesamten Neugeschäftsvolumens den größten Beitrag leistete.
Auch Südeuropa entwickelte sich positiv, getragen vor allem von Italien. Nord- und Osteuropa lagen nach einem sehr starken Vorjahr unter dem Vergleichswert. Deutlich zulegen konnten hingegen die außereuropäischen Märkte, insbesondere die USA, die ein zweistelliges Wachstum verzeichneten.
Das Einlagengeschäft der grenke Bank entwickelte sich stabil und stieg zum Jahresende auf rund 2,32 Milliarden Euro. Das Mikrokreditneugeschäft blieb mit gut zehn Millionen Euro nahezu unverändert. Rückläufig zeigte sich hingegen das Factoringgeschäft, was vor allem auf die fortschreitende Übertragung dieses Bereichs an die Teylor AG zurückzuführen ist.
Insgesamt zeigt sich grenke damit widerstandsfähig in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Das Unternehmen hat seine Prognosen erfüllt und zugleich die Grundlage für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren gelegt.

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