Florierendes Gebührengeschäft treibt Swiss Life an – 600 Arbeitsplätze fallen weg

Swiss Life steigert H1-Gewinn 2026 auf 649 Mio. CHF und kündigt Aktienrückkauf über 250 Mio. CHF an. Gleichzeitig plant der Konzern den Abbau von 600 Stellen bis Ende 2028.

Harry Dörsam

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Veröffentlicht am

1.9.26

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11:31

Uhr

Florierendes Gebührengeschäft treibt Swiss Life an – 600 Arbeitsplätze fallen weg

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SwissLife Deutschland

Der größte Schweizer Lebensversicherer Swiss Life blickt auf ein ertragreiches erstes Halbjahr 2026 zurück. Gestützt auf ein florierendes Dienstleistungs- und Anlagegeschäft kletterte der Reingewinn um acht Prozent auf 649 Millionen Franken. Das operative Betriebsergebnis legte in lokaler Währung ebenfalls um acht Prozent auf 967 Millionen Franken zu, während die Eigenkapitalrendite mit 20,2 Prozent (Vorjahr: 17,6 Prozent) die eigenen Mittelfristziele bereits übertraf.

Vorstandschef Matthias Aellig sieht den Konzern auf Kurs, die Finanzziele des Programms „Swiss Life 2027“ zu erreichen:

"Wir erzielten in den ersten sechs Monaten des Jahres erfreuliches Wachstum im Fee- und im Versicherungsgeschäft. Wir konnten sowohl das Fee-Ergebnis als auch das Betriebsergebnis im Versicherungsgeschäft steigern und gleichzeitig den Cash-Transfer an die Holding sowie unsere Eigenkapitalrendite erhöhen.“

Trotz der guten Ertragslage forciert der Konzern ein Spar- und Effizienzprogramm: Bis Ende 2028 sollen gruppenweit rund 600 Stellen abgebaut werden – je zur Hälfte im Schweizer Heimatmarkt und im internationalen Asset Management. Rund 100 Stellen wurden über Einstellungsstopps und Fluktuation bereits eingespart, weitere 100 sollen bis Ende 2026 folgen.

Gebührengeschäft floriert über alle Ländergesellschaften

Haupttreiber der Ertragsdynamik war das margenstarke Fee-Geschäft, dessen Ergebnis währungsbereinigt um elf Prozent auf 430 Millionen Franken anzog. Darin enthalten ist ein Einmalertrag von 29 Millionen Franken aus der Übertragung des Netzwerkgeschäfts von Swiss Life International. Die gesamten Fee-Erträge stiegen um sieben Prozent auf 1,34 Milliarden Franken. Die Prämieneinnahmen erhöhten sich moderat um drei Prozent auf 12,3 Milliarden Franken, gestützt durch ein starkes Wachstum in der Schweiz (plus 7 Prozent auf 6,75 Milliarden Franken) und eine anhaltend hohe Nachfrage nach fondsgebundenen Policen in Frankreich.

In Deutschland zogen die Prämieneinnahmen um drei Prozent auf 777 Millionen Euro an, während das Fee-Ergebnis dank höherer Vermittlungsprovisionen um sechs Prozent auf 85 Millionen Euro kletterte. Der am 1. Juli 2026 vollzogene Zukauf des Finanzvertriebs TELIS Financial Services Holding ist in den Halbjahreszahlen noch nicht enthalten.

Asset Management sammelt Milliarden ein – Neues Rückkaufprogramm startet

Die Vermögensverwaltungssparte Swiss Life Asset Managers baute das für Drittkunden verwaltete Vermögen (TPAM) auf 158 Milliarden Franken aus (Ende 2025: 146 Milliarden Franken). Bei den Nettoneugeldern verbuchte die Sparte im Halbjahr Zuflüsse von 7,2 Milliarden Franken. Höhere laufende Gebühreneinnahmen glüchen dabei rückläufige Erträge aus der Immobilienprojektentwicklung aus, sodass das TPAM-Segmentergebnis um vier Prozent auf 152 Millionen Franken zulegte.

Angesichts einer starken Solvenzquote nach Schweizer Solvenztest (SST) von rund 215 Prozent und einem Anstieg der Barmittelüberweisungen an die Holding auf 1,23 Milliarden Franken (plus 5 Prozent) lässt Swiss Life die Aktionäre direkt am Kapitalpolster teilhaben: Nach dem im Mai abgeschlossenen 750-Millionen-Programm startet ab Oktober 2026 ein weiteres Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 250 Millionen Franken mit einer Laufzeit bis März 2027.

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