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Digitale Offensive im Wealth Management: ODDO BHF schafft zwei globale Spitzenposten

ODDO BHF schafft zwei neue globale Spitzenrollen im Private Wealth Management: Sarah Becher und Markus Schrickel übernehmen die Schlüsselbereiche Strategie und Digitalisierung. In Deutschland übernimmt Uwe Seeberger wieder die Gesamtführung.

Harry Dörsam

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Harry Dörsam

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22.10.26

um

11:40

Uhr

Digitale Offensive im Wealth Management: ODDO BHF schafft zwei globale Spitzenposten

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ODDO BHF

Die deutsch-französische Finanzgruppe ODDO BHF treibt die Neuausrichtung ihres Kerngeschäfts voran und erweitert die globale Führungsebene im Private Wealth Management (PWM). Zum 01. Dezember 2026 schafft das Institut zwei neue globale Spitzenpositionen: Sarah Becher wird Global Head of Strategy & Growth, während Markus Schrickel die Rolle des Global Head of Digital & Data übernimmt. Darüber berichtete zuerst das Branchenmedium Private Banking Magazin.

Beide berichten künftig direkt an Simone Westerfeld, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Gruppe und globale Leiterin des Private Wealth Managements. Mit den neu geschaffenen Funktionen will das Haus die Wachstumsinitiative in der vermögenden Kundschaft mit einer gruppenweit vereinheitlichten Technologie- und Datenarchitektur verzahnen.

Strategisches Tandem für Beratermodell und IT-Plattformen

Inhaltlich teilen Becher und Schrickel die zentralen Hebel der Wachstumsagenda unter sich auf. Becher soll länder- und segmentübergreifend neue Ertragspotenziale identifizieren ("Growth"). Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Weiterentwicklung des hybriden Betreuungsansatzes, der technologiegestützte Prozesse mit persönlicher Vor-Ort-Beratung verknüpft. Schrickel verantwortet parallel sämtliche Digitalisierungs- und Datenaktivitäten des globalen PWM-Geschäfts. Dazu zählen die Implementierung von KI-Projekten im Portfoliomanagement und der Kundeninteraktion sowie die Harmonisierung der IT-Infrastruktur hin zu einer konsistenten, gruppenweiten Plattform.

Simone Westerfeld unterstreicht die strategische Dringlichkeit der Neubesetzungen:

"Wachstum bleibt unsere oberste Priorität. Wir wollen neue Kundinnen und Kunden gewinnen, bestehende Beziehungen vertiefen und unsere Stärken nutzen – dafür müssen wir Digitalisierung und Innovation vorantreiben, während unsere Strukturen mit unseren Ambitionen Schritt halten."

Stühlerücken in der Region Nord: Seeberger wieder allein für Deutschland zuständig

Die Beförderung Bechers hat unmittelbare personelle Konsequenzen für das deutsche Niederlassungsnetz. Erst vor knapp einem halben Jahr hatte die Managerin, die seit 2016 bei ODDO tätig ist und zuvor Stationen bei der Deutschen Bank sowie Sal. Oppenheim durchlief, die Leitung der Region Nord übernommen. Durch ihren Wechsel in die globale Strategierolle gibt sie diese Regionalverantwortung nun nach kurzer Zeit wieder ab. In der Folge übernimmt Uwe Seeberger erneut die alleinige Gesamtverantwortung für das gesamte Private-Wealth-Geschäft in Deutschland, das bundesweit 16 Niederlassungen umfasst.

Auch Markus Schrickel greift auf einschlägige Branchenerfahrung an der Schnittstelle von Tech und Wealth Management zurück. Er wechselte im August 2024 von dem digitalen Multi Family Office Finvia zu ODDO BHF und begleitete seither die Modernisierung der dortigen Systeme.

Nachfolge-Impuls nach dem Verkauf des Firmenkundengeschäfts

Die Neugestaltung der Führungsriege fügt sich nahtlos in die übergeordnete Konzernstrategie ein. Erst kürzlich hatte ODDO BHF die Trennung von seinem traditionsreichen deutschen Firmenkunden- und Außenhandelsfinanzierungsgeschäft bekannt gegeben, das an die französische Bred Group verkauft wird.

Mit dem geplanten Vollzug dieses Verkaufs im ersten Halbjahr 2027 verabschiedet sich das Institut endgültig von kapitalintensiven Altlasten der früheren BHF-Bank. Die freiwerdenden operativen Ressourcen und Managementkapazitäten fließen nun konsequent in die Kernpfeiler der Gruppe – allen voran das Private Wealth Management, das gemeinsam mit dem Asset Management und dem Investment Banking den künftigen Ertragskurs der europäischen Privatbank sichern soll.

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