Der Frauenanteil unter den Neukunden der Krypto-Plattform BISON hat sich auf 23 Prozent verdreifacht. Eine aktuelle Auswertung der Börse-Stuttgart-Tochter zeigt: Investorinnen setzen gezielt auf Bitcoin, fokussierte Portfolios und langfristiges Buy & Hold.

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Bison | Börse Stuttgart
Die traditionell ausgeprägte Männerdomäne im Handel mit digitalen Vermögenswerten verliert schrittweise an Schärfe. Laut einer Erhebung der Handelsplattform BISON, die unter dem Dach der Gruppe Börse Stuttgart betrieben wird, hat sich der Anteil weiblicher Neukunden in den vergangenen Jahren mehr als verdreifacht. Lag der Frauenanteil unter den neu registrierten Nutzern im Jahr 2019 noch bei mageren sieben Prozent, kletterte er bis 2025 auf immerhin 23 Prozent. Bezogen auf die gesamte aktive Kundenbasis, die mindestens eine Transaktion getätigt hat und Bestände hält, liegt der Frauenanteil bei BISON mittlerweile bei 18 Prozent. Damit liegt die Plattform deutlich über dem bundesdeutschen Schnitt, der laut Statista-Erhebungen bei lediglich acht Prozent Krypto-Besitzerinnen verharrt, während es bei den Männern 23 Prozent sind.
Die detaillierte Auswertung des Nutzerverhaltens widerlegt verbreitete Stereotype über impulsiven Krypto-Handel und belegt bei weiblichen Anlegern ein bemerkenswert risikobewusstes und strukturiertes Vorgehen. Frauen agieren im Schnitt deutlich fokussierter und langfristiger als ihre männlichen Pendants: Rund zwei Drittel der BISON-Kundinnen (67 Prozent) haben laut Anbieter in den vergangenen zwölf Monaten ausschließlich Bestände aufgebaut und gehalten – ohne zwischenzeitliche Verkäufe. Bei den Männern lag dieser Buy-and-Hold-Anteil mit 58 Prozent spürbar niedriger: stattdessen tradeten 42 Prozent der männlichen Nutzer aktiv in beide Richtungen.
Dieser Hang zur Risikominimierung spiegelt sich auch in der Portfoliostruktur wider. Etwa die Hälfte der Anlegerinnen beschränkte sich im vergangenen Jahr auf den Handel einer einzigen Kryptowährung, während dies nur auf 41 Prozent der Männer zutraf. Eine stärkere Diversifikation über drei oder mehr Coins wählten lediglich 29 Prozent der Frauen, verglichen mit 36 Prozent bei den Männern. Bei der konkreten Wertpapier- bzw. Token-Auswahl steht die nach Marktkapitalisierung führende Leitwährung klar an der Spitze: 82 Prozent der Krypto-Anlegerinnen halten Bitcoin im Portfolio (Männer: 76 Prozent). Auf den weiteren Rängen folgen Ethereum mit einem Anteil von 53 Prozent sowie Ripple (XRP) mit 35 Prozent.
Auch mit Blick auf die Demografie zeichnen die Daten ein klares Bild. Das Klischee des sehr jungen Krypto-Spekulanten greift bei der Plattform der Börse Stuttgart nicht: Drei Viertel aller BISON-Kundinnen (75 Prozent) sind über 35 Jahre alt. Bei den Männern fällt der Anteil älterer Marktteilnehmer mit 73 Prozent nahezu identisch aus. Die Anlageklasse hat sich damit in der Mitte der Erwerbsbevölkerung als feste Säule des privaten Vermögensaufbaus etabliert.
BISON-CEO und Co-Gründer Dr. Ulli Spankowski sieht in den Zahlen eine Bestätigung dafür, dass gezielte Bildungs- und Aufklärungsformate greifen. Das Unternehmen flankiert die Entwicklung seit Längerem mit Vorträgen, Seminaren und Initiativen wie dem Female Finance Day:
"Krypto ist nach wie vor eine Anlageklasse, die überwiegend von Männern genutzt wird. Doch die Daten zeigen: Frauen entdecken das Thema immer mehr für sich und gewinnen im Kryptomarkt zunehmend an Bedeutung."
Gängige Vorstellungen über Krypto-Investoren griffen oft zu kurz. Während beide Geschlechter über alle Altersklassen hinweg investiert seien, zeige sich im differenzierten Kauf- und Halteverhalten von Frauen, wie facettenreich und erwachsen sich der Markt für digitale Vermögenswerte inzwischen präsentiere.

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