Zwölfter Rekord in Folge: Die MLP Gruppe steigert ihre Gesamterlöse im Geschäftsjahr 2025 auf den neuen Höchstwert von 1,08 Milliarden Euro. Während eine bilanzielle Bereinigung im Immobiliengeschäft das operative Ergebnis (EBIT) auf 87,9 Millionen Euro drückte, verzeichnet der Konzern massive Zuwächse in der Sachversicherung und treibt die Transformation zum KI-gestützten Finanz-Ökosystem voran.

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MLP SE
Die MLP Gruppe setzt ihren langfristigen Wachstumskurs unbeeindruckt von marktseitigen Volatilitäten fort und steigerte die Gesamterlöse im Geschäftsjahr 2025 auf einen neuen historischen Höchststand von 1,08 Milliarden Euro. Damit gelang es dem Wieslocher Finanzdienstleister, im zwölften Jahr hintereinander ein Umsatzplus zu erzielen, wobei insbesondere die nachhaltigen, wiederkehrenden Erlöse mit einem Anteil von 72 Prozent für eine hohe Ertragsstabilität sorgten.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 87,9 Millionen Euro und traf damit die unternehmenseigene Prognose punktgenau, wenngleich es nominal unter dem Vorjahreswert von 95,0 Millionen Euro blieb. Bereinigt um einen bereits kommunizierten Einmaleffekt in Höhe von minus 9,2 Millionen Euro, der aus der strategischen Neuausrichtung des Immobiliengeschäfts resultierte, hätte das EBIT mit 97,1 Millionen Euro sogar über dem Vorjahresniveau gelegen. Angesichts dieser soliden Verfassung schlägt der Vorstand eine unveränderte Dividende von 36 Cent pro Aktie vor, was einer Dividendenrendite von über fünf Prozent entspricht.
Hinter den Gesamtzahlen verbirgt sich eine starke operative Dynamik in den Kernsegmenten des Konzerns. Als besonderer Wachstumstreiber erwies sich der Leistungsbereich Absicherung, der die Sachversicherungen für Privat- und Firmenkunden umfasst und ein Erlöswachstum von acht Prozent auf 223 Millionen Euro verbuchte. Parallel dazu kletterten die zentralen Bestandskennzahlen auf neue Rekordmarken:
Das betreute Vermögen der Gruppe stieg auf 65,9 Milliarden Euro an, während das verwaltete Prämienvolumen in der Sachversicherung auf 809 Millionen Euro wuchs. Im Bereich der Vorsorge, der die Altersvorsorge und Krankenversicherung bündelt, blieben die Erlöse mit 303 Millionen Euro stabil, wobei das Interesse an hochwertigen privaten Gesundheitsleistungen weiterhin hoch blieb. Über viele Marktteilnehmer hinweg zeigt sich im Finanzdienstleistungsmarkt eine nachlassende Wachstumsdynamik im Vorsorgegeschäft, daher ist die Stabilisierung des Erlösniveaus - aber vor allem die Diversifizierung der Umsatzerlöse - nachhaltig wichtig für die Branchenteilnehmer.
Das Vermögensmanagement zeigte sich ebenfalls robust, obwohl die erfolgsabhängigen Vergütungen bei der Tochtergesellschaft FERI aufgrund der Kapitalmarktentwicklung mit 10,7 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 33,9 Millionen Euro lagen. Ohne diese volatilen Effekte wäre der Bereich Vermögensmanagement organisch um sieben Prozent gewachsen.
Ein wesentlicher Teil der Jahresbilanz 2025 betrifft die radikale Risikoreduzierung im Bereich der Immobilienentwicklung. MLP hat die geschäftsbedingten Risiken beim Tochterunternehmen Deutschland.Immobilien ("DI Deutschland.Immobilien AG") gezielt gesenkt, was zu einem geplanten Rückgang der Erlöse in diesem Segment auf rund 10 Millionen Euro führte.
Dieser bewusste Schnitt befreit den Konzern von der Abhängigkeit von kapitalintensiven Projektentwicklungen und richtet den Fokus künftig stärker auf beratungsbasierte Dienstleistungen. Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP SE, betont die Bedeutung dieser widerstandsfähigen Struktur:
„Die erfolgreiche operative Geschäftsentwicklung des zurückliegenden Jahres unterstreicht einmal mehr die strategische und operative Stärke der MLP Gruppe. Wir verfügen über eine strategisch verzahnte Aufstellung, die sowohl Stabilität sichert als auch nachhaltiges Wachstum ermöglicht“.
Mit Blick auf den Gesamtmarkt zeigt sich, dass Immobilienentwickler sogenannter "Konzeptimmobilien" immer mehr unter die Räder geraten. Nicht nur das ansteigende Zinsniveau, sondern vor allem auch die stetig steigenden Bau- und Grundstückspreise sorgen dafür, dass das Geschäftsmodell zunehmend unter die Räder kommt. Anders als die reine Vermittlung solcher Immobilien hat sich die MLP-Tochter auch an der Projektierung und dem Bau solcher Projekte versucht. Dieses Kapitel dürfte nun jedoch beendet sein. Ob und in welcher Form sich die strategische Schärfung auf die Geschäftszahlen in 2026 auswirkt, bleibt abzuwarten.
Für die künftige Profitabilität setzt MLP konsequent auf den technologischen Fortschritt und die Integration Künstlicher Intelligenz in den Beratungsalltag. In geschäftsrelevanten Prozessen, wie etwa vollautomatisierten Analyse- und Abschlussstrecken bei Sachversicherungen über die Tochter DOMCURA, ist die Technologie bereits fest verankert.
Ziel ist die administrative Entlastung der Berater durch KI-Agentensysteme, die Informationen zu Verträgen und Produkten bereitstellen oder Kunden rund um die Uhr als digitaler Ansprechpartner im „Financial Home“ dienen. Schroeder-Wildberg sieht darin einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil:
„Wir haben KI bereits dort in geschäftsrelevanten Prozessen verankert, wo sie Familien- und Firmenkunden sowie institutionellen Kunden zugutekommt, und steigern mit ihrem Einsatz zudem die Leistungsfähigkeit unserer hoch qualifizierten Beraterinnen und Berater“
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert MLP eine Fortsetzung des positiven Trends und peilt ein EBIT zwischen 100 und 110 Millionen Euro an. Damit liegt das Unternehmen voll im Plan seiner Mittelfriststrategie, die bis Ende 2028 ein operatives Ergebnis von 140 bis 155 Millionen Euro bei Gesamterlösen von bis zu 1,4 Milliarden Euro vorsieht. Die Gruppe erwartet dabei zusätzliche Wachstumsimpulse durch die Erschließung von Potenzialen bei Familienkunden sowie den Ausbau des Firmenkundengeschäfts und des Multi-Asset-Ansatzes für institutionelle Anleger.
Finanzvorstand Reinhard Loose bekräftigte die Zuversicht des Managements:
„Unser mittelfristiger Wachstumspfad [...] wird durch die Prognose für 2026 untermauert. Unsere strategische Aufstellung ist erkennbar erfolgreich – erst recht mit Künstlicher Intelligenz als Beschleuniger in unserem einzigartigen Geschäftsmodell“
Dieser technologische Hebel soll in Verbindung mit einem konsequenten Kostenmanagement sicherstellen, dass die ambitionierten Ertragsziele auch in einem dynamischen Marktumfeld erreicht werden.
Zusammenfassend kann MLP auf eine solide Wachstumsstrategie mit revolvierenden Erträgen blicken, die in jeder Geschäftssparte einen inzwischen signifikanten Anteil am Unternehmenserfolg beitragen. Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, der den Konzern seit Jahren führt, hat den Wieslocher Konzern auf ertragreiche Beine gestellt. Ob dieses Wachstum auch in den Folgejahren wiederholbar ist, werden wir berichten.

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