JP Morgan verfehlt Analystenprognosen zum Auftakt der US-Bilanzsaison

JP Morgan verfehlt im dritten Quartal die Analystenerwartungen beim Nettogewinn trotz eines Rekordergebnisses im Aktienhandel. Konzernchef Jamie Dimon warnt vor anhaltender Inflation und geopolitischen Risiken.

Harry Dörsam

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Veröffentlicht am

13.10.26

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15:04

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JP Morgan verfehlt Analystenprognosen zum Auftakt der US-Bilanzsaison

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JP Morgan

Die größte US-Bank JP Morgan hat die Bilanzsaison der Wall Street eröffnet, blieb im dritten Quartal jedoch hinter den Markterwartungen zurück. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 15,3 Milliarden US-Dollar, womit das Institut die Analystenprognose von 16,3 Milliarden US-Dollar verfehlte. Die gesamten Handelserlöse stiegen zwar um 15 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar, lagen damit aber ebenfalls leicht unter den anvisierten 10,5 Milliarden US-Dollar. Die Aktie reagierte im frühen New Yorker Handel mit einem Kursabschlag von 2,3 Prozent.

Rekord im Aktienhandel dämpft Rückgang bei festverzinslichen Wertpapieren

Ergebnisbelastend wirkte vor allem das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren. Erstmals seit mehr als zwei Jahren sanken die Erlöse im Anleihehandel und gingen im Vorjahresvergleich um vier Prozent zurück. Demgegenüber verbuchte das Aktiengeschäft das stärkste dritte Quartal der Konzerngeschichte mit einem Ertragssprung von 49 Prozent auf 4,95 Milliarden US-Dollar. Die Gebühren im Investmentbanking trafen mit drei Milliarden US-Dollar die Schätzungen punktgenau, wobei Zuwächse in der Fusionsberatung (M&A) ein schwächeres Emissionsgeschäft ausglichen.

Konzernchef Jamie Dimon mahnte mit Blick auf die Zinspolitik der Federal Reserve und geopolitische Spannungen zur Vorsicht. Hohe Haushaltsdefizite, anhaltende Inflation und steigende Zinsen blieben spürbare Risikofaktoren, auf deren Bandbreite sich die Bank konsequent vorbereite.

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