Ritterschlag für das Berliner Fintech: Mondu sichert sich eine Kreditfazilität von 100 Millionen Euro von J.P. Morgan Payments. Gleichzeitig tritt das Startup dem Partnernetzwerk der US-Bank bei, um seine B2B-Zahlungslösungen europaweit an deren Firmenkunden zu vertreiben.

Bildnachweis:
Mondu
Das Berliner Fintech Mondu meldet einen bedeutenden strategischen Erfolg im wettbewerbsintensiven Markt für B2B-Zahlungslösungen. Das 2021 gegründete Unternehmen hat sich eine Fremdfinanzierung in Höhe von 100 Millionen Euro gesichert. Geldgeber ist dabei kein klassischer Venture-Capitalist, sondern der US-Finanzriese J.P. Morgan Payments.
Die Transaktion geht weit über eine reine Kreditvergabe hinaus. Beide Unternehmen kündigten eine strategische Zusammenarbeit an, die darauf abzielt, flexible B2B-Zahlungsmethoden in ganz Europa zu skalieren. Für Mondu, das bereits von Investoren wie Valar Ventures und Cherry Ventures unterstützt wird, ist dies ein wichtiger Schritt zur Festigung seiner Marktposition.
Ein Kernstück der Vereinbarung ist der Beitritt von Mondu zum J.P. Morgan Payments Partner Network. Diesem Verbund gehören mehr als 80 Unternehmen an. Als neues Mitglied erhält das Fintech die Möglichkeit, seine "Buy Now, Pay Later"-Lösungen (BNPL) direkt dem umfangreichen europäischen Firmenkundenstamm von J.P. Morgan anzubieten.
Über ein Empfehlungsprogramm sollen die innovativen Zahlungslösungen den Bankkunden vorgestellt werden, um diesen zu helfen, ihre Zahlungsprozesse zu optimieren und den Cashflow zu verbessern. Heather Crowley, Global Head of Trade & Working Capital Product bei J.P. Morgan, bezeichnete Mondu als einen der zentralen Innovationstreiber in Europa, der Kunden dabei unterstütze, ihr Working Capital zu stärken.
Die Kreditfazilität von 100 Millionen Euro soll primär dazu dienen, das Angebot von Mondu weiter auszubauen und die Expansion in Europa voranzutreiben. Philipp Povel, Co-CEO von Mondu, wertet die Partnerschaft als Beleg für die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells und die Vision, das finanzielle Leben von Unternehmen zu vereinfachen.
Das Fintech, das über eine Lizenz als E-Geld-Institut verfügt und somit in allen EU-Märkten operieren kann, sieht sich in einem rasant wachsenden Marktumfeld. Für den europäischen B2B-E-Commerce wird bereits für das Jahr 2025 ein Marktvolumen von 1,8 Billionen US-Dollar erwartet.
Die Kooperation ist strategisch darauf ausgerichtet, das Potenzial des wachsenden BNPL-Marktes zu erschließen. Prognosen zufolge soll das Volumen des europäischen BNPL-Sektors von 191,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf rund 293,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 ansteigen. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 9,0 Prozent. Mit dem frischen Kapital und der Vertriebspower von J.P. Morgan im Rücken positioniert sich Mondu, um von dieser Nachfrage nach flexiblen Zahlungsmethoden überproportional zu profitieren.

Rekordzahlen am Paradeplatz: Die UBS steigert ihren Gewinn im ersten Quartal 2026 auf 3 Milliarden US-Dollar. Doch der Glanz der Bilanz wird von einem harten politischen Schlagabtausch in Bern und Vorwürfen aggressiver Lobbyarbeit überschattet.

Die UmweltBank AG setzt im ersten Quartal 2026 ein deutliches Zeichen der Stabilisierung. Mit einer gesenkten SREP-Quote durch die BaFin und massiven Einsparungen im Verwaltungsaufwand ebnet das Nürnberger Institut den Weg für neues Wachstum im Firmenkundengeschäft.

Rekordgewinn in Frankfurt: Die Deutsche Bank steigert den Nachsteuergewinn im ersten Quartal 2026 auf 2,2 Milliarden Euro. CEO Christian Sewing forciert das Wachstum im Wealth Management und setzt auf KI-gestützte Effizienz.