AllianzGI übernimmt die Fonds-Sparte der Großbank UOB für 376 Millionen Euro. Die Transaktion verdoppelt das Geschäft in Singapur und treibt die Asien-Strategie voran.

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Der Münchner Versicherungskonzern Allianz setzt seinen Expansionskurs in Südostasien unvermindert fort und tätigt binnen weniger Wochen den zweiten großen Zukauf in Singapur. Die Vermögensverwaltungstochter Allianz Global Investors (AllianzGI) übernimmt die Fonds-Sparte der singapurischen Großbank United Overseas Bank (UOB) für 555 Millionen Singapur-Dollar, was umgerechnet rund 376 Millionen Euro entspricht. Die entsprechende Meldung veröffentlichte die Allianz selbst.
Mit der Übernahme von UOB Asset Management baut AllianzGI ihre Marktposition in der Region drastisch aus. Die verkaufte Sparte ist neben Singapur in sieben weiteren Ländern vertreten und verwaltet ein Kundenvermögen von umgerechnet rund 28 Milliarden Euro. Durch den Vollzug der Transaktion steigert AllianzGI das in Asien betreute Vermögen auf künftig 170 Milliarden Euro. Im Heimatmarkt Singapur führt der Deal zu einer Verdopplung des bisherigen Geschäftsvolumens der Allianz-Tochter.
Über den reinen Anteilsübertrag hinaus beinhaltet die Vereinbarung den Zugang zum Filialnetz der UOB, der nach Bilanzsumme drittgrößten Bank Asiens. AllianzGI sichert sich damit vertriebliche Zugänge in dynamisch wachsenden Märkten wie Thailand, Malaysia und Vietnam und stärkt die Präsenz in Singapur, Taiwan sowie Indonesien.
Der Zukauf fügt sich nahtlos in die von Allianz-Chef Oliver Bäte ausgegebene Wachstumsstrategie für den asiatischen Raum ein. Erst Mitte Juli hatte der DAX-Konzern den Erwerb der Lebens- und Krankenversicherungstochter der Großbank HSBC in Singapur (HSBC Life Singapore) für umgerechnet rund 2,0 Milliarden Euro (2,9 Milliarden Singapur-Dollar) angekündigt, verbunden mit einer auf 15 Jahre angelegten exklusiven Vertriebspartnerschaft.
Auch auf Produktseite verspricht sich die Allianz Synergien. Laut AllianzGI-Chef Tobias Pross beschleunigt die Einbindung der südostasiatischen Investment-Expertise das Wachstum in der Region erheblich und ermöglicht die Erweiterung des Angebots um länderspezifische Aktienstrategien sowie Scharia-konforme Anlageprodukte. Für den Verkäufer UOB zahlt sich die Transaktion ebenfalls aus: Die Bank rechnet aus dem Verkauf mit einem Vorsteuergewinn von rund 330 Millionen Singapur-Dollar.

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