Die Aareal Bank schließt das erste Halbjahr 2026 mit einem bereinigten Betriebsergebnis von 208 Millionen Euro ab. Wohnwirtschaftliche Einlagen überschreiten erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro.

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Aareal Bank
Die Aareal Bank hat das erste Halbjahr 2026 mit einem soliden Ergebnis abgeschlossen und sieht sich bei der Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie „Aareal Ambition“ auf Kurs. Der Wiesbadener Immobilienspezialist erzielte ein bereinigtes Betriebsergebnis von 208 Millionen Euro, nach 223 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Inklusive Einmalkosten für Effizienzmaßnahmen und IT-Infrastruktur verblieben vor Steuern 199 Millionen Euro (Vorjahr: 208 Millionen Euro). Das Nettoergebnis nach Steuern und AT1-Verzinsung belief sich auf 126 Millionen Euro (H1 2025: 133 Millionen Euro).
Trotz des im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Zinsniveaus legte der Zinsüberschuss leicht auf 474 Millionen Euro zu (Vorjahr: 473 Millionen Euro). Treiber dieser Entwicklung waren ein vergrößertes Kreditportfolio sowie ein kräftiges Wachstum der Einlagen.
Im Segment Banking & Digital Solutions (BDS) überschritten die Einlagen aus der Wohnungs- und Energiewirtschaft im Juni 2026 erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro. Im Halbjahresschnitt lagen diese Mittel bei 14,7 Milliarden Euro (H1 2025: 13,7 Milliarden Euro). Zusammen mit den Retail-Guthaben betreute die Bank im Schnitt ein Gesamteinlagenvolumen von 17,5 Milliarden Euro. Das wachstumsstarke Einlagengeschäft dient dem Institut zunehmend als verlässlicher Ertrags- und Stabilitätsanker zur eigenen Refinanzierung. Der im BDS-Segment erwirtschaftete Zinsüberschuss stieg um zehn Prozent auf 125 Millionen Euro.
Die Gesamtrisikovorsorge belief sich auf 127 Millionen Euro (Vorjahr: 116 Millionen Euro) und lag nach Angaben der Bank im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr. Trotz des weiterhin von Inflation und geopolitischen Spannungen geprägten Marktumfelds hielt das Institut den Bestand an leistungsgestörten Krediten (NPLs) mit 1,17 Milliarden Euro nahezu konstant gegenüber dem Jahresende 2025 (1,15 Milliarden Euro). Bis Ende 2026 peilt das Management eine Reduzierung des NPL-Volumens auf unter eine Milliarde Euro an.
Erfolge zeigte das Sparprogramm auf der Aufwandsseite. Der bereinigte Verwaltungsaufwand sank auf 155 Millionen Euro (H1 2025: 162 Millionen Euro). Die Cost-Income-Ratio (CIR) verharrte ohne Sonderaufwendungen bei berechneten 31 Prozent, was die Effizienz der Bank unterstreicht.
Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen (SPF) bewegte sich das Neugeschäft inklusive Prolongationen mit 4,7 Milliarden Euro exakt auf Vorjahresniveau. Der Fokus lag auf länderübergreifenden Immobilienportfolios und Hotelobjekten. Erstkreditvergaben machten 2,9 Milliarden Euro aus – bei einer im Schnitt erzielten Bruttomarge von 242 Basispunkten und einem Beleihungsauslauf (LTV) von konservativen 55 Prozent. Neugeschäft wurde im Berichtszeitraum fast ausschließlich in Europa gezeichnet, während in den USA lediglich Verlängerungen stattfanden. Das gesamte Portfoliovolumen erreichte zum Stichtag 30. Juni 2026 eine Höhe von 34,4 Milliarden Euro.
Zu den größeren Transaktionen im zweiten Quartal gehörte die Finanzierung eines paneuropäischen Hotelportfolios für die Gesellschaft Pandox AB im Volumen von 406 Millionen Euro, das 13 Hotels in europäischen Metropolen wie Wien, München, Hamburg und Frankfurt umfasst.
Die Kapital- und Refinanzierungsbasis der Aareal Bank präsentiert sich weiterhin stabil. Die harte Kernkapitalquote (CET1 fully-phased) verbesserte sich leicht auf 15,6 Prozent (31.12.2025: 15,5 Prozent). Die Gesamtkapitalquote verharrte bei 21,1 Prozent. Am Kapitalmarkt platzierte die Bank im ersten Halbjahr Anleihen im Volumen von 1,7 Milliarden Euro, darunter ihren ersten grünen Pfandbrief mit einem Volumen von 625 Millionen Euro.

norisbank führt die europäische Bezahl-App Wero ein. Nach Deutsche Bank und Postbank baut der Konzern damit sein paneuropäisches Payment-Angebot aus.