485 Millionen Euro Vorsteuergewinn: ING Deutschland glänzt mit starkem Q2

Die ING Deutschland erzielt im zweiten Quartal 2026 ein Ergebnis vor Steuern von 485 Millionen Euro. Ein Plus von 27 Prozent und sinkende Kosten treiben die Rendite.

Harry Dörsam

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30.7.26

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9:04

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485 Millionen Euro Vorsteuergewinn: ING Deutschland glänzt mit starkem Q2

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Die ING Deutschland setzt ihren Profitabilitätskurs fort und schließt das zweite Quartal 2026 mit einem deutlichen Ergebnissprung ab. Wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Konzernzahlen nach IFRS hervorgeht, kletterte das Ergebnis vor Steuern der deutschen Konzerneinheit um rund 27 Prozent auf 485 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 381 Millionen Euro). Haupttreiber dieser Entwicklung waren ein verlässliches Zinsgeschäft, ein prozentual zweistelliges Ertragswachstum sowie ein spürbarer Effizienzgewinn im operativen Betrieb.

Effizienzschub drückt Kostenquote im zweiten Quartal

Das gesamte Ertragsvolumen der ING Deutschland stieg im Zeitraum von April bis Juni um knapp 16 Prozent auf 954 Millionen Euro (Q2 2025: 821 Millionen Euro). Den größten Block steuerte erneut der Zinsüberschuss bei, der von 709 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 735 Millionen Euro zulegte.

Da die operativen Aufwendungen im selben Zeitraum lediglich von 390 Millionen Euro auf 416 Millionen Euro stiegen und damit deutlich langsamer wuchsen als die Einnahmen, verbesserte sich die Aufwand-Ertrag-Relation (Cost-Income-Ratio) signifikant von 47,5 Prozent auf 43,5 Prozent. Das Bruttoergebnis zog entsprechend von 431 Millionen Euro auf 539 Millionen Euro an. Selbst nach Abzug leicht gestiegener Risikovorsorgen im Kreditgeschäft von 54 Millionen Euro (Vorjahr: 50 Millionen Euro) verblieb der kräftige Gewinnzuwachs.

Diese operative Hebelwirkung spiegelte sich auch in der Verzinsung des Kapitals wider: Die Eigenkapitalrendite (Return on Equity basierend auf CET1) verbesserte sich im Quartal von 19,2 Prozent auf 24,3 Prozent. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) änderten sich mit einem leichten Anstieg von 40,6 Milliarden Euro auf 41,2 Milliarden Euro nur geringfügig, während die Belegschaft moderat von 7.055 auf 7.163 Vollzeitstellen aufgestockt wurde.

Deutliche Zuwächse auf Halbjahressicht

Die starke Entwicklung im zweiten Jahresviertel sichert der Direktbank eine überzeugende Zwischenbilanz für das gesamte erste Halbjahr 2026. In den ersten sechs Monaten summierte sich das Ertragsvolumen auf 1,82 Milliarden Euro – ein Plus von rund neun Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 1,67 Milliarden Euro.

Das Ergebnis vor Steuern für das erste Halbjahr kletterte um 14 Prozent von 745 Millionen Euro auf 850 Millionen Euro. Auf Halbjahressicht verbesserte sich die Kosten-Ertrags-Relation von 47,8 Prozent auf 44,7 Prozent, während die Eigenkapitalrendite von 19,6 Prozent auf 21,3 Prozent anzog. Die Zahlen unterstreichen, dass die ING ihre Position als eine der ertrags- und kosteneffizientesten Großbanken im deutschen Privatkundenmarkt festigt.

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